Stars
15.11.2018

David Garrett: Existenzängste nach Verletzung

Die ungewisse Zeit nach einem Bandscheibenvorfall hinterließ tiefe Spuren beim Star-Geiger.

Wochenlang konnte Garrett nicht musizieren, zahlreiche Konzerte wurden abgesagt. Wegen eines Bandscheibenvorfalls und damit verbundenen Rückenproblemen musste der 37-Jährigen eine Zwangspause einlegen. Eine schwere Zeit für ihn, wie er der BILD erzählt.

"Ich hatte Angst, nie wieder Geige spielen zu können. Die Ärzte hatten mir verboten, während meiner Physiotherapie mein Instrument auch nur anzufassen. Dann habe ich die Geige wirklich ein halbes Jahr im Schrank eingeschlossen", so Garrett im Interview. Der Musiker spielt seit dem vierten Lebensjahr Geige.

Garrett ohne Geige

Es habe bis zu seiner Verletzung keinen Tag gegeben, an dem er nicht gespielt habe, so Garrett: "Ohne meine Geige zu sein, das war anfangs schon der Horror. Ein Gefühl, das etwas ganz Normales in meinem Leben fehlt. Ich habe auch keine Musik mehr gehört, um nicht in Versuchung zu geraten, die Geige wieder herauszuholen."

Existenzängste in der Genesungsphase

Zwei Stunden täglich verbrachte Garrett in der Genesungsphase mit Physiotherapie, arbeitete an der Stärkung seiner Muskulatur. In der Zeit ohne Geige sah sich der Musiker erstmals im Leben von Existenzängsten geplagt: "Da lag ich nachts im Bett wach und hatte Zweifel, ob alles bald wieder technisch so funktioniert wie früher. Das hat mich sehr angespannt."

Letztendlich wendete sich alles zum Guten, die Ärzte gaben Garrett grünes Licht. Zum zehnjährigen Jubiläum wird der Star-Geiger 2019 auf "UNLIMITED – Greatest Hits – Live 2019" Tour gehen. Die Termine findet man auf Garretts Webseite.

David Garrett ist vor allem durch Crossover-Hits bekannt, in denen er Pop und Klassik kombiniert. Der Musiker erhielt seither zahlreiche Auszeichnungen, gewann unter anderem mehrmals den Echo für seine Alben. 2013 übernahm er im Film "Der Teufelsgeiger" die Rolle des Paganini und versuchte sich damit erstmals in der Schauspielerei. Die Kritiken fielen jedoch überwiegend negativ aus: "David Garrett, bleib bei deinen Saiten", titelte die Berliner Morgenpost damals.