Collien Fernandes: So geht sie mit ihrem Hochzeitstag um
Am 22. Juni 2011 schien sich für Collien Fernandes die Welt in ein Paradies verwandelt zu haben, sie hätte wohl glücklicher nicht sein können: denn an diesem Tag heiratete sie ihre damalige große Liebe, Moderator und Schauspieler Christian Ulmen.
Vom Glück, der Liebe und dem Paradies ist heute, 15 Jahre später, nicht mehr viel übrig. Fernandes, ebenfalls Schauspielerin und Moderatorin, befindet sich mit ihrem Ex-Mann im Rechtsstreit. Die heute 44-Jährige erhebt gegen Ulmen schwere Vorwürfe, die um die Welt gingen und eine Debatte über sexualisierte Gewalt im Internet auslösten.
Nur noch "Happy Day"
Gestern, am 22. Juni 2026, wäre also Fernandes' 15. Hochzeitstag gewesen. Zu diesem Anlass veröffentlichte sie einen Beitrag auf Instagram und setzte damit ein klares Zeichen gegen ihren Ex-Mann.
Das Bild zeigt eine stilisierte Hochzeitseinladung mit der Aufschrift "Happy Wedding Day", wobei das Wort "Wedding" durchgestrichen wurde. Im Innern des Briefes befindet sich ein Foto von Fernandes in Herzform. Darunter schrieb sie: "Heute war mein Hochzeitstag. Ab diesem Jahr nicht mehr." Die Botschaft soll verdeutlichen, wie sehr sich Fernandes mittlerweile von diesem Datum und der damit verbundenen Vergangenheit distanziert.
In der Kommentarspalte findet sich viel Zuspruch für die "Traumschiff"-Darstellerin. Viele Fans und Weggefährten drückten ihre Unterstützung aus und erzählten von ihren eigenen Gefühlen in Bezug auf ehemalige Hochzeitstage. Oftmals wird der Mut von Fernandes betont, nach wie vor weiterzukämpfen.
"Wenn ich heute ein Bild von ihm sehe, muss ich seine Augen zudecken"
So kurz und knapp ihre Worte im Social-Media-Beitrag ausfielen, so ausführlicher war Fernandes' Interview mit der deutschen Zeitschrift Brigitte. Darin erzählte sie, wie es ihr aktuell geht: "Mal einigermaßen okay, mal bin ich verzweifelt und wütend und manchmal einfach nur fassungslos. Was viel damit zu tun hat, wie sich die Gegenseite in diesem Fall verhält."
Fernandes betont, dass sie sehr damit kämpfe, sich gute Erinnerungen an die Ehe mit Ulmen zu erhalten. Es würden sich "die Erinnerungen gerade oft mit dem, was ich im Nachhinein erfahren habe, [mischen]", erklärt sie. "Man denkt an einen schönen Tag und später erfährt man, was er am Abend dieses schönen Tages getan hat. Ich kann den Tag danach einfach nicht mehr schön finden."
Verzeihen könne sie ihrem Ex-Mann nicht, stellt sie klar. "Es war bekannt, dass ich Morddrohungen erhalte. Trotzdem goss er weiter Öl ins Feuer. (...) Der Hass auf mich wurde mehr, die Morddrohungen auch. Wenn ich heute ein Bild von ihm sehe, muss ich seine Augen zudecken."
Auf Fragen, die die gemeinsame Tochter betreffen, wollte Fernandes nicht eingehen. Sie verriet nur soviel: Sie stehe "nach wie vor" zu dem Wechselmodell für sie. "Weil ich es wichtig finde, dass beide Eltern für das Kind da sind." Sie wollte aber auch betont wissen: "[Meine Tochter] soll lernen, dass man sich zur Wehr setzt, wenn einem so etwas angetan wird."
Für Christian Ulmen gilt die Unschuldsvermutung.
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