Collien Fernandes hat Hoffnung in die Männer nicht verloren
Nach den schwerwiegenden Vorwürfen gegen ihren Ex-Mann Christian Ulmen zeigt sich die Moderatorin und Schauspielerin Collien Fernandes offen für einen Neuanfang.
In einem Interview mit Frauke Ludowig für die RTL-Sendung "Exklusiv Weekend" sprach die 44-Jährige über ihre Perspektiven nach einer turbulenten Zeit, die von einer Scheidung, juristischen Auseinandersetzungen und öffentlichen Anfeindungen geprägt war. Trotz all dieser Herausforderungen bleibt sie hoffnungsvoll und zeigt sich bereit für einen neuen Mann an ihrer Seite.
"Möchte das Gefühl haben, dass ich diesen Kampf nicht mehr kämpfen muss"
Die Trennung von Christian Ulmen und die damit verbundenen Schlagzeilen haben bei Fernandes Spuren hinterlassen. Dennoch betont sie, dass sie weiterhin an Vertrauen glaubt und sich eine Beziehung mit einem neuen Partner vorstellen kann. "Ich bin auch echt erstaunt, dass ich es doch wieder schaffe, so zu vertrauen", erklärte sie im Gespräch. Gleichzeitig zeigt sie sich reflektiert und vorsichtiger: "Ich lasse mich nicht schnell fallen, sondern ich prüfe schon etwas genauer." Sie glaube aber nach wie vor, dass "es da draußen auch ordentliche Typen gibt".
Wenn es um eine zukünftige Partnerschaft geht, scheint es Fernandes wichtig zu sein, die Waage zwischen Hoffnung und Realismus ausgeglichen zu halten. "Ich habe mich tatsächlich gefragt, ob ich nochmal heiraten würde. Keine Ahnung! Aber natürlich in einer glücklichen Partnerschaft, wo hoffentlich nicht irgendwie heimlich Dinge passieren, von denen ich nichts weiß, die ich schlimm fände, wenn ich sie wüsste", betonte sie.
Für die Zukunft wünscht sie sich vor allem Stabilität und Ruhe: "Irgendwann möchte ich das Gefühl haben, dass ich diesen Kampf nicht mehr kämpfen muss." Ein harmonisches Familienleben wäre schön, der Wohnort ist jedoch zweitrangig. "Ich versuche jetzt gerade, nicht zu festgefahren zu sein. Einfach, weil man ja auch nicht so genau weiß, wo die Reise hingeht."
"Die ordentlichen Typen, die müssen laut sein"
Fernandes nutzt das Interview mit Ludowig auch, um auf ein gesellschaftliches Anliegen hinzuweisen. Sie fordert mehr Einsatz von Männern für Gleichberechtigung. "Ich finde einfach, die ordentlichen Typen, die müssen laut sein", betonte sie. "Und deswegen habe ich mich gefreut, dass jetzt gerade erst am Vatertag so viele Männer da draußen waren und gesagt haben: 'Wir sind laut, wir wollen Gleichberechtigung.'"
Für sie sei klar, erklärt Fernandes, dass eine wirklich gleichberechtigte Gesellschaft nur entstehen kann, wenn beide Geschlechter aktiv an diesem Ziel arbeiten. Zusammen.
In Österreich finden Frauen, die Gewalt erleben, unter anderem Hilfe und Informationen bei folgenden Adressen:
- Frauen-Helpline: online unter frauenhelpline.at und telefonisch unter 0800-222-555
- Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF): online unter aoef.at
- Frauenhaus-Notruf: unter 057722
- Österreichischen Gewaltschutzzentren: 0800/700-217
- Polizei-Notruf: 133
Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums. Auf der Webseite finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.
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