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04.09.2018

CNN schmeißt Asia Argento aus dem Programm

Nach Missbrauchsvorwürfen um einen minderjährigen Kollegen, will der Sender nicht länger mit Argento zusammenarbeiten.

Schauspielerin Asia Argento kommt einfach nicht aus den Schlagzeilen: Die Mitte August in der "New York Times" veröffentlichten Anschuldigungen gegen  Asia Argento (42) sorgten für ein regelrechtes Beben unter den MeToo-Vertreterinnen. Nachdem die Castingshow "X Factor Italy" Argento vor kurzem aus der Jury geschmissen hat, zieht nun auch der US-Sender CNN nach und zieht ganze drei Folgen der Food- und Travel-Show "Parts Unknown" mit der 42-Jährigen zurück.

CNN zieht drei Folgen zurück

"Im Lichte der jüngsten Berichte über Asia Argento wird CNN bis auf Weiteres keine weiteren Folgen von 'Parts Unknown' senden, von denen sie ein Teil war", verkündet ein Sprecher des Senders gegenüber Buzzfeed News. Betroffen sind die Folgen " Rom", "Süditalien" und "Hong Kong", bei letzterer führte Argento auch Regie. "Parts Unknown" ist die Show des im Juni verstorbenen Star-Kochs Anthony Bourdain, der nicht nur bis zu seinem Suizid im Juni mit Argento an der Show arbeitete, sondern auch privat mit ihr liiert war.

Unaufhörliche Dementi

Der Italienerin wird vorgeworfen, im Jahr 2013 ihren damals 17-jährigen Schauspiel-Kollegen Jimmy Bennett sexuell missbraucht zu haben (wie berichtet). Sexuelle Handlungen mit Minderjährigen sind in den meisten US-Bundesstaaten strafbar. Der um 20 Jahre jüngere Schauspieler habe Jahre später 3,5 Millionen Dollar von Argento gefordert, erst im Frühjahr habe man sich auf 380.000 Dollar (rund 330.000 Euro) geeinigt. 

Ruf weg, Job weg, Freundin weg

Argento hatte den Artikel der New York Times in der italienischen Nachrichtenagentur Ansa stets dementiert und zeigt sich bis heute "zutiefst schockiert" über die "absolut falschen" Nachrichten. Auch ihre langjährige Freundin und "MeToo"-Verbündete Rose Mc Gowan  (beide Frauen warfen Ex-Hollywoodmogul Harvey Weinstein vor, sie vergewaltigt zu haben)  hat sich kürzlich von ihr abgewendet. Diese schrieb in einem öffentlichen Statement: "Es ist traurig, eine freundschaftliche Verbindung zu verlieren, aber noch trauriger ist, was Jimmy Bennett passiert ist."