Clemens Unterreiner: Mein Lieblingsbuch

für 7 Tage…
Foto: Claudia Prieler  

Über "Marie Antoinette“ von Stefan Zweig

Fischer Velag… Foto: Fischer Velag Als geschichtsinteressierter Mensch und Liebhaber umstrittener Persönlichkeiten der Weltgeschichte, hatte mich das Leben der österreichischen Prinzessin auf dem französischen Thron, die auf dem Schafott der Revolution ihr tragisches Ende nahm, immer schon interessiert. Durch meine Augenerkrankung ist dies eines der ganz wenigen gelesenen Bücher. Gerade in unserer heutigen Zeit ist diese Geschichte so aktuell. Eine zwangsverheiratete „Ausländerin“, die sich ihrem Schicksal ergab und ungeschickt versuchte, das Beste aus ihrer Situation zu machen. Kein Mittel, keine Verleumdung wurde gespart, um sie auf die Guillotine zu bringen. Jedes Laster, jede moralische Verworfenheit wurde in Zeitungen, Broschüren und Büchern der »louve autrichienne« zugeschrieben. Mit herrlicher Sprache, plastischem Erzählstil hatte mich Zweig schon auf den ersten Seiten fasziniert. Marie Antoinette war weder die große Heilige noch die Dirne, sondern ein mittlerer Charakter, ohne Willen zum Heroischen, und wurde dennoch Gegenstand einer Tragödie.

*  Das aktuelle Buch des Staatsopernbaritons: „Ein Bariton für alle Fälle. Vom Blindflug zum Höhenflug“, www.unterreiner.at
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