Von der heimlichen Affäre zum „First Girlfriend“

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08/27/2019

Das ist die Frau, die Premier Boris Johnson verändert hat

Carrie Symonds und Boris Johnson sind das erste unverheiratete Paar in der Downing Street.

von Lisa Trompisch

Britische Medien wollen beobachten, dass die Haare ein bisserl weniger strubbelig sind, die Manieren etwas besser und auch das Sakko nicht mehr ganz so spannt – und „schuld“ daran soll sie sein, Carrie Symonds (31). Am Papier ist Premierminister Boris Johnson (55) noch verheiratet, die Scheidung von Marina Wheeler, mit der er vier Kinder hat, läuft aber – und seine Freundin Carrie ist jetzt sogar mit ihm in die Downing Street eingezogen.

Sozusagen von der heimlichen Affäre (unter vielen, denn Johnson galt als umtriebig) zum „First Girlfriend“. Nach Bekanntwerden des Naheverhältnisses vor einem Jahr musste sich Symonds einiges gefallen lassen, denn die britische Boulevardpresse ist nicht gerade zimperlich.

Ein gefundenes Fressen daher auch der nächtliche Streit der beiden im Juni diesen Jahres. Inklusive Polizeieinsatz! Ein Nachbar, der lautes Schreien aus der Wohnung der beiden hörte, alarmierte die Beamten. Angeblich war zu hören, wie Symonds den ehemaligen Londoner Bürgermeister und Ex-Außenminister anschrie, er solle sie "in Ruhe lassen" und "aus meiner Wohnung verschwinden". Johnsons Sprecher lehnte ein Statement dazu ab.

Mit gemeinsamen öffentlichen Auftritten halten sich die beiden derzeit (noch) zurück, selbst den traditionellen Besuch des neuen Premiers bei der Queen absolvierte der Brexit-Hardliner alleine.

Aber wer ist und woher kommt die fesche PR-Strategin überhaupt? Carrie ist die Tochter von Matthew Symonds, der die britische Zeitung „The Independent“ mitgründete. Ihre Mutter Josephine Mcafee arbeitete als Anwältin. Nach dem Studium der Theaterwissenschaft und Kunstgeschichte begann Symonds 2009 in der Pressestelle der Torys.

Sie gehörte zum Team, das Johnson zur Wiederwahl als Londoner Bürgermeister verhalf und wurde dann zur Kommunikationschefin der Konservativen ernannt.

Und eine Umweltschützerin ist sie auch noch. Bei der Non-Profit-Organisation „Oceana“ setzt sich Symonds gegen Klimawandel, Plastikvermüllung und Walfang ein.

Sie wird übrigens kein eigenes von Steuerzahlern finanziertes Büro in der Downing Street haben. Damit wird sie die erste weibliche Partnerin eines Premierministers seit Norma Major sein, welche nicht von Steuergeldern profitiert. Ein Sprecher der Downing Street bestätigte diese Entscheidung gegenüber "Daily Mail": "Es wird keine zusätzlichen Kosten für die politische Geldbörse geben."