Bette Midler

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Stars
03/07/2020

Bette Midler: Vor dieser Frau hat Donald Trump Angst

Die Komödiantin, die der US-Präsident geblockt hat, strotzt mit bald 75 vor Energie.

von Elisabeth Sereda

Die beste Nachricht der vergangenen Wochen? Die „First Wives Club“-Reunion von Bette Midler, Goldie Hawn & Diane Keaton in der Komödie „Family Jewels“ (Familienschmuck).

Derzeit noch in Vorproduktion, soll der Film Mitte 2021 in die Kinos kommen. Bis dahin ist Bette Midlers Terminkalender sehr voll: sie hat eine Nebenrolle in der Netflix-Serie „The Politician“, ist die Stimme der Grandma in der animierten Version der „Addams Family“ – und dann wäre da noch eine viel diskutierte Rückkehr zum Broadway, um noch einmal die Titelrolle in „Hello, Dolly!“ zu übernehmen. 74 ist kein Alter – niemand beweist das besser als die unverwüstliche Bette, deren Tweets über Donald Trump ein Renner sind.

KURIER: Sie lassen keine Gelegenheit aus, den US-Präsidenten auf Twitter zu veräppeln – er hat Sie geblockt!

Bette Midler: Ja, und er ist zu dämlich zu kapieren, dass jeder seine Tweets sieht, weil sie von so vielen anderen kopiert werden. Ich versuche ja, optimistisch zu sein, was die Zukunft betrifft, aber das ist sehr schwierig. Nur bleibt mir nichts anderes übrig, sonst würde ich’s am Morgen nicht mehr aus dem Bett schaffen.

Welche Reaktionen bekommen Sie von Trump-Fans?

Entsetzlich bösartige und niederträchtige, aber ich nehme das nicht ernst, denn die meisten sind ja sowieso Bots (keine echten Menschen). Und die anderen sind Leute, die mich so oder so nicht mögen. Die schreiben so Zeugs wie: „Ich war mal Ihr Fan, jetzt kaufe ich nie wieder eine Platte von Ihnen!“ – es gibt ja gar keine Platten mehr, ihr Deppen!

Waren Sie immer so extrovertiert?

Nein, das habe ich von meiner besten Freundin in der Highschool gelernt. Meine Mutter war ein Mauerblümchen, sie hatte Angst vor ihrem eigenen Schatten. Eine wunderbare Frau, aber sehr unsicher.

Woher all diese Energie?

Gute Frage. Ich lese gerade ein Buch einer berühmten Tänzerin und Choreografin (Twyla Tharp, 78), in dem sie beschreibt, dass dich Bewegung am Leben erhält. Ich tanze und springe gern – das bringt Sauerstoff in Blut, Hirn und ins Herz. Und man muss leider beim Essen aufpassen. Man darf nicht rauchen, nicht zu viele Drogen oder Drinks nehmen.

Was waren die besten und die schlechtesten Entscheidungen Ihres Lebens?

Meine schlechteste war sicher, „Sister Act“ abzulehnen. Da hätte ich viel Geld verdienen können. Und ich hätte nie mitten in der Nacht ein Auto kaufen sollen. Ohne Taschenlampe, um es genau anzuschauen. Es ist auf dem Weg nach Hause zusammengebrochen. Meine beste Entscheidung war, zehn Grundstücke von der Stadt New York zu kaufen, auf denen wir öffentliche Gärten gebaut haben, um eine grüne Insel zu schaffen. Darauf bin ich stolz.

Sie sind 35 Jahre verheiratet – findet Ihr Mann (Schauspieler Martin von Haselberg) Sie so witzig wie Ihre Fans?

Nun, er hält mich nicht für langweilig! Er liebt, was ich tue, weil es ihn berührt. Er hat „Hello Dolly!“ 35 Mal gesehen, als ich vor zwei Jahren am Broadway war – und immer geweint vor Rührung.

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