„Baywatch“-Star Erika Eleniak: Karriere-Flaute, private Krisen und Neustart bei OnlyFans
Erika Eleniak
Die ehemalige „Baywatch“-Nixe Erika Eleniak hat sich dazu entschieden, der Erotik-Plattform OnlyFans beizutreten. Zeigen will sie ihren Fans unter anderem Fotos von ihren Füßen, da sie eigenen Angaben zufolge diesbezüglich zahlreiche Anfragen bekomme.
Erika Eleniak: „Neues Kapitel“ bei OnlyFans
„Ich bin quasi am Strand im roten Badeanzug aufgewachsen, daher schließt sich für mich ein Kreis – nur dass ich jetzt selbst die Entscheidungen treffe“, sagte die Schauspielerin gegenüber TMZ über ihre Entscheidung, der Online-Plattform beizutreten. „Meine Fans bekommen Einblicke in mein Privatleben, private Fotos und Videos, viele Strandtage und, ja, auch die Füße, nach denen alle immer fragen.“
Die 56-Jährige wolle ihren Fans zeigen, wer sie wirklich ist und wie sie lebt – unabhängig von der Kultrolle, die sie einst berühmt gemacht hat.
„Ich bin seit Jahrzehnten Erika aus ‚Baywatch‘, aber auf OnlyFans zeige ich eine Seite von mir, die ihr noch nicht kennt“, betonte sie. „Es ist persönlich, verspielt und ungefiltert – und wenn ihr wegen der nackten Füße im Sand gekommen seid, verspreche ich euch, ihr werdet nicht enttäuscht sein.“
Eleniak verkündete die Neuigkeit auch auf Instagram. „Mit 56 Jahren akzeptiere ich genau das, was ich heute bin“, schrieb sie da. „Von ‚Baywatch‘ bis ‚Playboy‘ und allem dazwischen habt ihr mich durch so viele Kapitel meines Lebens und meiner Karriere begleitet. Jetzt schlage ich ein ganz neues auf.“
Schon früh spornte ihr Vater Erika Eleniak an, Schauspielerin zu werden. Er selbst war von Kanada in die USA gezogen, um vor der Kamera sein Glück zu versuchen. Ohne Erfolg. Dafür trat seine Tochter bereits als Kind in Werbespots auf und arbeitete auch später immer wieder als Werbemodel, bevor sie 1982 erstmals eine kleinere Rolle in einem Film ergatterte. In „E. T. – Der Außerirdische“ von Steven Spielberg spielte die gebürtige Kalifornierin eine Klassenkameradin der Hauptfigur Eliott, die am Ende einer Frosch-Sezierungsszene von diesem geküsst wird.
Karriere war fast zu Ende, bevor sie begann
Doch wenig später begann der angehende Kinderstar zu straucheln. In ihrer Highschool-Zeit verfiel Eleniak dem Alkohol und den Drogen. Erst 1988 sollte sie den Absprung schaffen und wieder verschiedene kleine Rollen in Hollywood annehmen. Ihre stagnierende Karriere bekam erneut Schwung, als Eleniak in zwei Playboy-Ausgaben erschien und eine der Hauptrollen in „Baywatch“ angeboten bekam. Zwei Staffeln lang war sie daraufhin in der Erfolgsserie zu sehen, wo sie durch die Rolle der Shauni McClain internationale Bekanntheit erlangte.
„Ich wollte es als Modeljob behandeln und dann andere Jobs machen. Das Einzige, wonach ich in meiner Karriere immer gesucht habe, ist Vielfalt“, sagte sie einmal über ihren früheren Job als Playboy-Model. „Ich würde nicht sagen, dass es mir geholfen hat, eine sehr ernsthafte Filmkarriere zu haben, aber es macht auf jeden Fall auf dich aufmerksam.“
Nach der Trennung von ihrem „Baywatch“-Co-Star Billy Warlock, mit dem sie nicht nur auf dem Bildschirm, sondern auch privat liiert war, verließ Eleniak die Show und machte damit schließlich Platz für Pamela Anderson, die fortan die blonde Sexbombe der Serie gab.
Langjährige Karriereflaute
„Ich habe es geliebt, dort zu sein, und ich habe die Rolle geliebt, besonders die zweite Staffel“, sagte sie später über die famose Rettungsschwimmer-Serie. In der Rolle des „Sexsymbols“ habe sie sich aber nie wirklich wohl gefühlt. „Ich muss mich wirklich in einige gute Schauspielrollen vertiefen“, erzählte sie nach dem Serien-Aus.
Nach 45 „Baywatch“-Folgen beschloss Eleniak, den Sprung auf die große Leinwand zu versuchen.
Nach ihrem Ausstieg bei der Serie und der Trennung von Warlock landete Eleniak 1992 ihren bisher größten Erfolg: In „Alarmstufe: Rot“ gab sie an der Seite von Steven Seagal ein Playmate. Die im Jahr darauf erschienene Komödie „Die Beverly Hillbillies sind los!“ sollte dann aber gewaltig floppen. Auch ihr darauffolgender Film „Chasers – Zu sexy für den Knast“ von Regisseur Dennis Hopper erwies sich als Reinfall.
In den Folgejahren versuchte sich der einstige „Baywatch“-Star in diversen Independent- und Fernsehfilmen. Wirkliche Erfolge konnte Eleniak seitdem aber keine mehr verbuchen.
Scheidung und Fehlgeburt
Privat hat die Schauspielerin auch einige turbulente Episoden hinter sich. 1998 traute sich die heute 51-Jährige mit Bodybuilder Philip Goglia. Die beiden heirateten im Ritz Carlton Hotel in Marina del Ray. Die Flitterwochen verbrachte das Paar ganz romantisch auf Hawaii. Die Ehe wurde aber nach nur sechs Monaten geschieden.
Beim Dreh von „Snowbound“ verliebte sie sich Anfang der Nullerjahre in Roch Daigle, einen Mitarbeiter des Filmstabs. Es entstand eine Fernbeziehung, doch Eleniak fiel es schwer, zwischen ihrem Wohnort Los Angeles und Daigles Heim in der kanadischen Stadt Calgary zu pendeln. Schließlich beschloss sie, ein Haus in Calgary zu kaufen und Daigle zu heiraten. 2005 wurde sie schwanger, erlitt aber kurz vor der Geburt eine Fehlgeburt. Bald darauf wurde sie erneut schwanger. Seit 2006 ist Eleniak Mutter einer Tochter, die auf den klingenden Namen Indyanna Daigle hört.
Vom Punk zurück zur Blondine
Auf Instagram und in ihrem Blog realerikaeleniakblog.com gibt Erika Eleniak Einblicke in ihr Leben. Hier zeigte sie sich 2021 mit kurzen Haaren, tätowierten Oberarmen und punkigem Look. Aktuell ist sie wieder blond – und sieht damit fast wieder so aus wie zu „Baywatch“-Zeiten.
Zudem betreibt die Hundeliebhaberin einen eigenen Podcast mit dem Titel „The Spiritual Alchemy Podcast with Erika“. Ihre Zuhörer lädt sie auf eine „Reise zur Selbstermächtigung“ ein und will ihnen helfen, ihre „innere Kraft“ zu nutzen und ihr „wahrstes Selbst“ zu entdecken.
Eleniaks Vermögen wird auf rund eine Million US-Dollar geschätzt.
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