Song Contest: Swarovski und Ostrowski kontern Kritik

Das Moderatoren-Duo über seinen großen Auftritt, Kritik und warum man sich aufs Gute fokussieren soll.
Zwei Personen sitzen vor einem Eurovision Song Contest 2026 Hintergrund auf einem Sofa.

Per ORF-Aussendung wurden die Song-Contest-Moderatoren Victoria Swarovski und Michael Ostrowski als „zwei motivierte, spannende und außergewöhnliche Persönlichkeiten“ angekündigt. Und man spürt sofort, bei den beiden stimmt die Chemie – und es rennt der Schmäh, wenn sich Ostrowski nicht gerade durch eine Frage etwas getriggert fühlt. 

Typisch österreichisch wurde nämlich schon im Vorfeld auch geraunzt und gesudert. Es gab kritische Stimmen in den sozialen Netzwerken und negative Interviewfragen – selbst das PR-Foto der beiden wurde tadelnd beäugt. „Das Trashfernsehen aus den Neunzigerjahren lässt grüßen“, schrieb zum Beispiel Der Standard.

Victoria Swarovski und Michael Ostrowski moderieren den 70. Eurovision Song Contest in Wien!

Michael Ostrowski und Victoria Swarovski

Da kann schon passieren, dass man auf die Frage, wer denn von den beiden nervöser sein wird, schließlich werden bei den drei Liveshows weltweit etwa 160 Millionen Zuschauer erwartet, etwas emotionaler reagiert.

„Weil es so negative Dinge projiziert und das ist für mich etwas, das ich nicht will. Es ist so eine Konzentration auf was Schlechtes. Es ist völlig unerheblich. Man kann Nervosität nicht messen und man kann es auch nicht erklären“, sagt Ostrowski in der KURIER TV-Sendung „Herrlich ehrlich – Menschen hautnah“ (immer sonntags um 18:30 Uhr auf KURIER TV).

Die ganze Sendung:

Herrlich ehrlich: Victoria Swarovski und Michael Ostrowski

„Was ich ganz wichtig finde, ist, dass man sich gegenseitig unterstützt, falls etwas passiert, sich gegenseitig auffängt. Wenn man weiß, man hat einen Partner, der einen auffängt, wenn was ist, dann geht man auch mit einer entspannteren Art und Weise raus“, so Swarovski.

Professionell und lustvoll

Man solle sich bitte nicht aufs Schlechte fokussieren, so Ostrowski, „das ist das, was wir am allerwenigsten brauchen – in der Welt und auch ich persönlich momentan. Es geht darum, dass wir das nicht zu ernst nehmen und trotzdem professionell und lustvoll eine Show hinlegen. That’s it. Mein Gott, wir machen den Song Contest, es gibt echt andere Probleme.“

Auch, dass dem österreichischen Teilnehmer Cosmo nach seinem Sieg im ORF-Vorentscheid „Vienna Calling – Wer singt für Österreich“ viel Hass entgegenschlug, können die beiden nicht nachvollziehen.

„Es scheint schon ein bissl das Gemüt der Österreicher und auch Deutschen zu sein, Dinge grundsätzlich einmal owe zu zahn. Aber ich nehme nicht teil an der ganzen Sache. Ich habe mich entschieden, dass ich da nicht dabei bin“, erklärt Ostrowski. 

Man habe immer die Hater, meint Swarovski. Cosmo sei ein 19-jähriger junger Mann, der sich auf die Weltbühne traut und einen coolen Song performt.

Drei Personen führen ein Interview vor einer Eurovision Song Contest 2026 Wand, während ein Kameramann die Szene filmt.

Lisa Trompisch im „Herrlich ehrlich“-Gespräch mit Michael Ostrowski und Victoria Swarovski

„Die Leute, die sich aufregen, hätten ja auch mitvoten können. Sie hätten ja dagegen stimmen können. Also muss man schon auch ein bissl die Kirche im Dorf lassen. Österreich hat für Cosmo gestimmt. Er geht für uns an den Start und wir sollen stolz sein und unsere Leute unterstützen und nicht niedermachen. Am Ende des Tages wissen wir es eh, der Prophet im eigenen Land zählt nix und das ist immer schade. Wir haben so viele interessante und tolle Menschen: Unternehmer, Künstler, Kreative, die wir vielmehr unterstützen sollten, als das wir sie niedermachen.“

Gesangseinlage

Kreativ werden die beiden auch bei ihren Moderationen sein – und sogar selbst singen! 

„Wir freuen uns darauf und hauen uns rein. Es wird aber nicht eine bierernste Sache werden, wenn wir singen, sondern das wird immer mit einem gewissen Augenzwinkern sein und ironisch aufgebrochen. Das taugt mir auch, dass von Anfang an klar war, dass wir Acts machen werden. Dass man uns nicht nur engagiert hat, um uns hinzustellen und zu sagen: Grüß Gott und Voting, sondern wir bringen uns auch ein“, erzählt Ostrowski, für den der prägendste Song-Contest-Moment bis dato der Sieg von Conchita mit „Rise Like A Phoenix“ war.

Swarovski ist es wichtig, die Menschen einfach ein bisschen aus dem Alltag rauszureißen. „Dass wir ihnen einfach vier gute Stunden geben. „Es ist eh so ein Wahnsinn, was grad bei uns alles abgeht auf der Welt. Deshalb ist es ja schön, sie in eine komplett andere, schöne und perfekte Welt zu entführen.“

Und sie betont: „Am Ende des Tages ist der Eurovision Song Contest keine politische Veranstaltung, sondern es ist eine Show und ein Entertainment für alle.“

Noch viel mehr von den beiden sehen Sie im Video oben.

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