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Stars Austropromis
09/11/2020

Ö3-Moderator Robert Kratky: "Ich bin viel verträglicher als früher"

Der Wecker-Moderator über seine 30 Jahre bei Ö3, Instagram, Kritik und seinen ursprünglichen Plan A.

von Lisa Trompisch

Mit 16 zum ORF, mit 17 zu Ö3, seit 2004 dort der Anchor der Morgenshow und das, obwohl er eigentlich ein Langschläfer ist – Robert Kratky (47), die wohl bekannteste Stimme Österreichs. "Ich habe gar nicht bemerkt, dass es schon dreißig Jahre sind. Genauso wie ich auch nicht weiß, wie viele Stunden ich in der Woche arbeite, habe ich auch die Jahre nicht gezählt", so der Muntermacher der Nation im KURIER-Gespräch.

"Dass ich einen Großteil meines Lebens bei einem Unternehmen verbringen darf, das ist natürlich eine große Freude. Entweder hab ich es mir verdient oder sie haben einfach nur vergessen, mich zu feuern. Ich will es auch gar nicht zu laut feiern, sonst kommt einer und sagt: ,Heast, der ist noch immer da, jetzt müssen wir einmal was machen’", meint er lachend.

Eigentlich hatte der gebürtige Salzburger ja einen ganz anderen Plan, er wollte Kriegsberichterstatter werden, sich "wirklich dem Journalismus verschreiben".

Das Radiomachen hat Kratky von der Pike auf gelernt, auch als Society-Reporter hat er sich schon versucht. "Ich hab sogar einmal einen mehrjährigen furchtbaren Ausflug, also wirklich ,Welcome to hell’, im Society-Journalismus hinter mich gebracht, hab da allerdings sehr viel gelernt. Aber ich war wahrscheinlich der schlechteste Society-Reporter, den es in Österreich jemals gegeben hat". (Warum genau, sehen Sie im Video-Interview)

Stillstand ist nichts für ihn, er probiert sich gerne aus, so hat er vor zwei Jahren auch Instagram für sich entdeckt. Über 70.000 Follower zählt sein Account schon.

"Gemessen an den Erfolgen der großen Influencerinnen im deutschsprachigen Raum, wie zum Beispiel Lisa-Marie Schiffner oder ähnliche, ist das ja ein Zwergenaccount. Trotzdem bin ich dabei geblieben, weil es Spaß macht, und frisst halt mittlerweile auch eine Stunde oder zwei von meinem Tag."

Und dort lässt er seine Fans auch an seinem Fitnessprogramm teilhaben, 15 Kilo hat er mittlerweile schon abgenommen.

"Das Private und auch ich selbst und meine Gesundheit, wie viel ich wiege und ob ich in meine Hose passe und ob ich mich überhaupt wohlfühle, waren immer an zweiter Stelle. Das hab ich jetzt einfach geändert, weil das auch der Garant dafür ist, dass ich weitermachen kann. Was ich ja auch vorhabe, in Zukunft."

Wie lange, weiß er selbst noch nicht, "auf jeden Fall noch für ein paar Jahre. Man soll es glauben oder nicht, aber ich hab auch noch ein paar Kreditraten zu bezahlen. Ich möchte in meinem Leben so lange arbeiten, so lange es mir Spaß macht und so lange es meinem Publikum Spaß macht", meint er.

1997: Die erste Autogrammkarte von Robert Kratky als Vignetten-Man

Der Vignetten-Man besuchte übrigens auch Thomas Gottschalk bei Wetten, dass?

Und weil es so schön ist, gleich noch ein Bild

Robert Kratky (2003)

Ein Foto aus der Bilderserie wurde dann auch gleich für neue Autogrammkarten verwendet

Andreas Jäger, Dodo Roscic, Daniela Zeller und Robert Kratky

2004: Robert Kratky im Ö3-Studio

2005: Robert Kratky durchquert den Neusiedlersee

2006 moderierte Robert Kratky gemeinsam mit Daniela Zeller auf der Ö3-Bühne beim Donauinselfest

2006: Die Schlacht der Geschlechter beim Eishockey

2007: Ein bisschen verändert hat er sich schon seit dem letzten Bild im Ö3-Studio

Robert Kratky moderierte 2007 in Stöckelschuhen und Ballerinas

2015 bat Robert Kratky Elizabeth T. Spira zum Interview

Im Fasching 2015 wurde er von Tamara Mascara und Matthias Steurer zu Roberta Wurst verwandelt

2015 mit seinen Kollegen Gabi Hiller und Andi Knoll beim Weihnachtswunder in Graz

2017: Philipp Hansa und Robert Kratky mit ihrem Vorgänger Harry Reithofer

In diesem Jahr schlüpfte Robert Kratky ins Kostüm von Eiskönigin Elsa

2020 im Ö3-Studio...

...und beim Anschneiden der Jubiläumstorte zu 30 Jahren "Robert Kratky bei Ö3"

Mit Kritik kann er übrigens nicht so gut, die nimmt er sich sehr zu Herzen.

"Ich freue mich natürlich mehr, wenn ich Menschen Freude mache. Ich glaube, dass ich mit den Jahren auch altersmilde geworden bin und nimmer so anecke, wie ich das früher gemacht habe und vielleicht etwas verträglicher bin. Also, wenn irgendjemand einmal den Ö3-Wecker wegen mir abgeschaltet hat, dann würde ich mich freuen, wenn er wieder einschaltet. Ich bin viel verträglicher als früher." 

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