Gery Keszler am Life Ball 2019

© Kurier/Jeff Mangione

Stars Austropromis
06/06/2020

Heute wäre es wieder so weit: Gery Keszler erinnert an den Life Ball

Anfang Juni 2019 ging mit der Zirkusshow „United in Diversity“ der letzte Life Ball über die Rathausbühne.

Gehofft hatte man bis zum Schluss, es sollte ja auch mit der Stadt Wien Gespräche geben. Daraus wurde dann aber doch nichts, am 8. Juni 2019 ging somit der letzte Life Ball in und vorm Rathaus über die Bühne.

Heute, also am 6. Juni, würde, wenn es ihn denn noch gäben würde und wenn nicht die Coronakrise wäre, wieder ein Life Ball stattfinden, wie Gery Keszler in einem emotionalen Facebookpost wissen lässt.

"Über all dem Glitzer und Glamour stand immer eine wichtige Botschaft – eine Botschaft, die in Tagen wie diesen besonders wichtig scheint. Gesundheit ist ein Menschenrecht. Das ist im Internationalen Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte festgehalten, den die Generalversammlung der Vereinten Nationen 1966 verabschiedet hat", schreibt da Keszler.

Fragile Gesellschaft

"Die Corona-Pandemie hat gezeigt, wie wichtig ein gutes medizinisches Versorgungsnetz ist. Die Corona-Pandemie hat aber auch gezeigt, wie fragil unsere Gesellschaft ist, insbesondere an ihren Rändern. Wie schnell uns der Boden unter den Füßen weggezogen werden kann und wie wichtig gesellschaftlicher Zusammenhalt ist. Werte wie Gleichberechtigung, Freiheit, Respekt und Toleranz sind keine Hippie-Fantasien, sondern die Basis jeglichen Wachstums, jeglichen Glücks", meint er weiter.

"Heute sind meine Gedanken bei allen, die jetzt wacker um ihr Existenz kämpfen und sich dabei nicht entmenschlichen lassen – im Gegenteil: Die noch näher zusammenrücken und Verständnis füreinander finden. Die sich auch in der Not nicht entmenschlichen lassen. Die nicht nur an sich, sondern auch an ihre Mitmenschen denken. Für all die, und mit ihnen, möchte ich heute zumindest in Gedanken einen fantastischen Life Ball feiern. Ihr seid das Rückgrat Österreichs und zugleich sein Herz. Solange uns die Menschlichkeit miteinander verbindet, ist egal, was uns trennt."

Aber auch Weggefährten der ersten Stunde, wie TV-Rotschopf und ÖBB-Stimme Chris Lohner würdigen Keszlers Arbeit und erinnern an den Life Ball.

"Die Zeiten ändern sich und wir mit ihnen. Und deshalb freue ich mich, dass es gewesen ist und dass ich von der ersten Stunde an dabei sein durfte. Und deshalb blicke ich auch zuversichtlich nach vorne auf viele neue interessante und interessierende Projekte um Aids den Garaus zu machen. Gery kann in jedem Fall auf mich zählen. Möglicherweise auch auf Sie, Sie oder gar auf Sie? Ich will meinerseits weiterhin ein Bewußtsein dafür schaffen, dass Empathie und Respekt keine leeren Worte sein dürfen. Ich kann gar nicht oft genug Viktor Frankl zitieren: Es gibt nur anständige und unanständige Menschen. Nur das zählt", postete sie auf Facebook.

Schauspielerin Elke Winkens lässt es sich auch nicht nehmen, Erinnerungen an das Anti-Aids-Spektakel zu teilen.