Schauspieler Fritz Wepper

© Lisa Film

Stars Austropromis
08/11/2021

Fritz Wepper verzichtete der Liebe wegen auf die ganz große Hollywood-Karriere

Der Münchener Schauspieler wird kommenden Dienstag 80. Klassische Fall für eine berührende Otto-Retzer-Verfilmung.

von Lisa Trompisch

"Harry, hol schon mal den Wagen", das wäre wohl der Satz, wenn man jemandem schnell Fritz Wepper beschreiben müsste – wobei das „Jahrhunderttalent“ (laut Schauspielkollegin Michaela May) doch so viel mehr gemacht hat, als „nur“ 30 Jahre „Der Kommissar“ beziehungsweise „Derrick“.

Schon als 9-Jähriger suchte er das Rampenlicht, zahlreiche Serien und Filme sollten folgen. Sogar Hollywood hat beim gebürtigen Münchener mit dem rötlichen Haar angeklopft.

Im oscargekrönten „Cabaret“ (1972) mimte er gekonnt an der Seite von Liza Minnelli (75) den Fritz Wendel. Weitere Angebote folgten, doch Wepper lehnte ab.

Er opferte die internationale Karriere der Liebe willen, wie in der von Regisseur Otto Retzer gestalteten Doku „Fritz Wepper – Eine Legende“ (Freitag, 22.10 h, ServusTV) anlässlich seines 80. Geburtstages, verraten wird. Prinzessin Angela von Morgen (in erster Ehe mit Ferfried Prinz von Hohenzollern verheiratet) hatte sein Herz erobert. 1979 wurde geheiratet, Tochter Sophie kam 1981 zur Welt.

Apropos Hollywood: Legendär auch die Geschichte, warum Wepper nicht bei der Oscar-Verleihung („Cabaret“ hat acht der Goldjungen abgeräumt) dabeisein konnte – Produzent Helmut Ringelmann (gestorben 2011) hatte es ihm verboten, was Wepper ihm nie verzeihen konnte.

Nach dem Tod seiner geliebten Angela (2019) heiratete der „absolute Frauentyp“ (so Kollegin Andrea L’Arronge) überraschend noch einmal – und zwar seine On-Off-Lebensgefährtin Susanne Kellermann (47; von 2009 bis 2012 lebte er bereits mit ihr zusammen, 2011 kam die gemeinsame Tochter Filippa zur Welt).

„Wir wollten keine Einmischung von außen“, so Kellermann über die kleine Hochzeit nur zu zweit. Er könne sich ein Leben ohne sie gar nicht mehr vorstellen, schreibt Wepper in seiner kürzlich erschienenen Biografie „Ein ewiger Augenblick“.

Übrigens steht darin auch, dass die blutjunge Iris Berben (in Kürze 71) 1968 mehr als nur eine Kollegin war. Aber das ist eine andere Geschichte.

Der „innige Freund“ (Otto Retzer), der „unheimliche Geschichtenerzähler“ (laut Uschi Glas) und der „Haudegen, der schon so einiges überwunden hat“ (Peter Weck) feiert am kommenden Dienstag seinen 80er, leider noch immer angeschlagen von einer Tumor-OP im Bauchraum – seine Weggefährten rund um Otto Retzer ließen ihn aber jetzt schon hochleben und stießen Dienstagabend in Velden am Wörthersee auf ihn an.

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