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Stars Austropromis
01/05/2021

Falsche Melania Trump: Wiener Friseur verwirrte "Seitenblicke"

Modelagent Wolfgang Schwarz klärt auf: Die spätere US-First Lady posierte in ihrer Jugend niemals für Star-Figaro Werner Jost.

von Lisa Trompisch, Dieter Chmelar, Stefanie Weichselbaum

Ein ungeschriebenes Gesetz lautet: Ärzte, Priester und Schneider fallen unter die Schweigepflicht. Es empfiehlt sich aus aktuellem Anlass, nun auch die Friseure in diese Reihe aufzunehmen.

Denn es passierte buchstäblich Haarsträubendes in der Sonntagsfolge des ORF-Langzeit-Quotenhits „Seitenblicke“ (seit 1987 on air, aktuell wieder mit mehr als einer Million Zuschauern im Dauerhoch). Im opulent gestalteten Homestory-Beitrag über den (Ex-)Star-Figaro Werner Jost (81) kam es zum schmerzhaften Zwischenschnitt.

Die verantwortliche Redakteurin der beliebten Gesellschaftsrubrik, Ines Schwandner, im launigen Statement zum KURIER: "Im Interview erzählte er, dass er seinerzeit die junge Melania (später verheiratet mit Donald Trump) frisiert hätte und legte dazu Schwarzweiß-Fotos vor. Gewöhnlich glauben wir unseren InterviewpartnerInnen. Nachdem sehr viele Damen und Herren der Gesellschaft ihr Antlitz – ein- bis mehrmals – Veränderungen unterziehen, war für uns leider nicht ersichtlich, dass es sich bei dieser von Herrn Jost frisierten Dame nicht um Melania Trump handelt. Ein einmaliger Fehler in der Geschichte der Seitenblicke – wir geloben weiterhin größte Sorgfalt.“

Kurios: Der vom KURIER befragte Friseur glaubt noch immer – quasi jostament –, er habe seinerzeit bei Fräulein Knavs (der Geburtsname der Slowenin) auf höchster Ebene ins Volle gegriffen. „Ich habe die Dame von der Agentur Schwarz bekommen, um ein paar Fotos zu machen, die wir dann auch in einigen Zeitungen untergebracht haben. Damals wurde mir gesagt, dass das Melania ist und jetzt ist da irgendwie Verwirrung entstanden. Ob sie es ist oder nicht, wissen wir jetzt nach so vielen Jahren ja alle nimmer.“

Oh doch, wir wissen es, und zwar ganz genau! Denn Agenturchef Wolfgang Schwarz (Look Models International), der Melania unter den Fittichen hatte, klärt auf: „Dieses Model heißt Martina und wurde 1994 Siegerin des Look of the Year-Contests in Slowenien, übrigens vor Melania. Herr Jost hat offenbar große Erinnerungslücken. Er hat Melania nie kennengelernt – ich hab’ sie ihm auch nie als Melania angeboten.“

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Und Schwarz, der noch bis vor zwei Jahren regelmäßig persönliche Weihnachtsgrüße der Trumps aus Mar-a-Lago bekam, hatte Melania in ihrer Wiener Modelzeit als Gesicht einer Lauda Air-Kampagne untergebracht.

Was er im „Fall Jost“ nun „mit einem zwinkernden Auge“ feststellt: „Jetzt, am Ende seiner Karriere als Präsident, wurden Donald Trump und seine Gemahlin noch selber Opfer seiner vielbeschworenen Fake News. Diesmal aber original Fake News.“

Andererseits trifft es vielleicht mit Melania keine ganz Unschuldige. Denn seit mindestens vier Jahren hält sich das hartnäckige Gerücht, sie „leiste“ sich den Luxus eines oder sogar mehrerer Doubles, aus Sicherheitsgründen oder aus Unwillen, mit Donald öffentlich aufzutreten.

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