Andreas Ogris & Vesela Dimova

© Kurier/Philipp Hutter

Stars Austropromis
09/26/2020

Erste Show "Dancing Stars": Samba-Ogerl und der "Underdog"

Bei der ersten Dancing-Stars-Show zeigte sich, wie glatt das Parkett ist, denn es hagelte teils unterirdische Kritik.

von Lisa Trompisch

Was für ein Show-Auftakt! Moderatorin Kristina Inhof strahlte in einem Design-Traum von Eva Poleschinski und machte ihre Sache sehr souverän, Klaus Eberhartinger gab sich gewohnt wortgewandt und die Jury - tja die Jury zeigte sich diesmal ziemlich hart.

Zumindest zwei der Juroren schienen das Fehlen von Nicole Hansen mit teils heftigen Aussagen wettmachen zu wollen. Balázs Ekker und Karina Sarkissova (feiert heute Samstag ihren 37. Geburtstag), wobei vor allem Letztere auch ziemlich flirty unterwegs war.

So bekam Schauspieler Christian Dolezal die volle Dröhnung ab - aber nicht von ihren Flirtkünsten, sondern von ihrer scharfen Zunge. Dass er seine private Uhr trug, schien für die Primaballerina fast schon der Supergau. "Sie tanzen so wie im Türkei-Urlaub um zwei Uhr in der Früh nach sieben Cocktails. Doppeltes Training und nur die Hälfte an Selbstbewusstsein", meinte sie zu ihm.

"Ich habe mich offenbar selbst überschätzt, ich war schon ein bisschen überrascht, aber die Jury wird schon vom Tanzen mehr verstehen als ich", so Dolezal nach der Sendung zum KURIER.

"Das alles hier ist für mich auch neu und ich hab mir wirklich nicht gedacht, dass ich hier jetzt der Underdog bin, aber offenbar ist es so. Ich gebe alles, ich habe meine Freude am Tanzen mit der Rosi. Und besser als ich es da jetzt präsentiert habe, kann ich es nicht", meint er.

Und auch seine Partnerin Rosi Wieland kann die harte Kritik nicht ganz nachvollziehen. "Ja, ehrlich, was hat die Uhr jetzt mit dem Tanzen zu tun? Und Samba ist wirklich der schwierigste Lateintanz. Ich finde er hat es trotzdem sehr gut gemacht und mir hat es selber Spaß gemacht. Tja, dann nur 7 Punkte. Das werden wir definitiv nächste Woche mit dem Walzer übertreffen", gibt sie sich zuversichtlich.

Bei Ex-Kicker Andi Orgis' Samba hingegen gurrte Sarkissova: "Sie sind unglaublich süß und es hat mir Spaß gemacht Ihnen zuzusehen." Klaus Eberhartinger nannte ihn dann auch gleich Samba-Ogerl, wobei, dieser Spitzname ist alles andere als neu. "Ich heiße schon seit 20 Jahren Samba-Ogerl, aber heute hab ich das erste Mal bestätigt, dass ich diesen Name auch zurecht trage", grinste dieser.

Übrigens blitzten beim Tanzen an seinen Handgelenken zwei Tattoos auf, im KURIER-Gespräch klärte die Kicker-Legende auf: "Geburtsdatum vom Enkelkind. Und ihr Name Anna Katharina. Auf dem anderen Handgelenk habe ich das Geburtsdatum meiner Tochter und ihren Namen Natascha."

Bei Marcos Nader hatte Sarkissova nur Augen für seine starken Oberarme. "Nach den ersten dreißig Sekunden wusste ich, dass Sie heute nicht tanzen werden. Dann habe ich auf die Oberarme geschaut und die sind geil", meinte sie.

"Freut mich natürlich sehr, von so einer charmanten und hübschen Frau ein Lob zu bekommen aufgrund der Arme. Ich hätte sie auch gerne greifen lassen, aber aufgrund der Coronamaßnahmen habe ich das natürlich nicht angeboten", so Nader darauf angesprochen grinsend. 

Dafür sparte Balázs Ekker nicht mit Kritik, meinte aber, dass der Boxer zumindest dem Tanzen gegenüber Respekt zeige. "Ich nehme das sportlich. Ich weiß, dass ich nicht ein Fred Astaire werde, das ist klar, aber ich werde mich bemühen und werde hoffentlich weit kommen. Ich habe eine große Fanbase, glaub ich, und ich hoffe, dass die mich pusht und motiviert. Gewinnen ist natürlich sehr sehr weit weg, aber ich bin ein Kämpfer und kann an mir arbeiten."

Gekämpft hat auch die erschlankte Opernsängerin Natalia Ushakova, vor allem auch schon mit der einen oder anderen Verletzung. So ist ihr sogar beim Training das Schultergelenk rausgesprungen und auch die Rippen schmerzen schon.

"Ich bin kritisch, ich habe mein Bestes gegeben, 200 Prozent und wir haben hart trainiert. Wir sind mit Liebe, Emotion und Leidenschaft ans Training gegangen", so Ushakova, die sich für ihre Rumba mehr Punkte von der Jury gewünscht hätte. "Die sind diesmal zu geizig mit den Punkten", lachte sie.

Punkte über Punkte heimste hingegen Moderatorin Silvia Schneider ein. Mit 28 Zählern liegt sie auf Platz eins. "Wir sind aufgeregt und wir freuen uns natürlich, aber man darf nicht vergessen, wir haben sehr starke Paare in der Staffel, die sehr gut tanzen und wir werden alle viel trainieren. Ich glaube, es wird sich noch einiges bewegen, aber jetzt muss mich der Danilo noch härter ran nehmen und dabei dachte ich, dass es jetzt schon ziemlich hart ist."

Megagut auch Schauspielerin Edita Malovčić, die ganz in ihrer Rolle als Tänzerin aufgeht. "Es ist angekommen, was ich vermitteln wollte, nämlich, dass ich voll und ganz in die Materie eingetaucht bin. Und ich kann nur sagen, ich genieße es extrem und habe schon ein bisschen Bammel davor, was danach sein wird. Was ich mit all diesem Wissen und Können, dass ich mir hier angeeignet habe dann aufführen werde. Ich glaube, ich werde dann im Wohnzimmer meine Runden drehen", lachte die Künstlerin.

Ebenfalls eine flotte Sohle haben Tamara Mascara und ihr Profi Dimitar Stefanin (mit Spongebob-Socken) aufs Parkett gelegt. Dafür gab's nur lobende Worte. "Nach so einer guten Kritik kann es einem nur perfekt gehen. Die Arbeit, die da dahinter steckt, ist wirklich gigantisch. Die blauen Flecken, die Schmerzen, aber im Endeffekt überwiegt bei uns der Spaß und insofern sind wir glücklich nach dieser ersten Show", freut sich die Dragqueen.

"Der Mann des Abends", zumindest laut Juror Balázs Ekker, war Moderator Norbert Oberhauser. "Da komm ich öfter her, so was Nettes hör ich daheim nie. Der Mann des Abends! Das hab ich eh richtig gehört, oder? Ich glaub es immer noch nicht", grinst der sympathische TV-Mann.

Wobei, die teils harte Kritik an seinen Tanzkollegen ist auch an ihm nicht spurlos vorüber gegangen. "Ich habe bei manchen Bewertungen das Gefühl gehabt, da sitzen drei Krokodile und nicht nur eines da drinnen. Das war teilweise schon richtig heftig", meinte er.

Heftig auch die Aussage von Karina Sarkissova zu Ex-Ski-Queen Michi Kirchgasser. "Sie sehen von vorne wie 19 aus, von hinten wie 90." Diese schien davon aber völlig unbeeindruckt."Wir haben, glaub ich, einen sehr feinen Wiener Walzer über die Bühne schweben lassen und wir haben Spaß dabei gehabt."

Den hatte auch Profitänzerin Conny Kreuter mit Sänger Cesár Sampson. "Wir sind froh, dass es vorbei ist, wir haben überlebt. Der Quickstep ist so anstrengend", lachte Kreuter, der die harte Jury-Kritik übrigens auch aufgefallen ist. "Zwischendurch ist der Ballroom ein bisschen erfroren. Aber wir haben unsere Leute gut aufgefangen und wir motivieren uns gut gegenseitig weiter. Wir feiern uns alle, denn ich finde, jeder hat massive Fortschritte gemacht!"

Und die können dann alle zehn Paare nächsten Freitag wieder zeigen, erst dann hat es sich nämlich für ein Paar ausgetanzt!

 

 

 

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