Dancing Star Caroline Athanasiadis zeigt sich solidarisch mit Roman Rafreider

Roman Rafreider
Nach seinem sonderbaren Auftritt beim ZiB-Flash wurde der Moderator suspendiert. Promis sichern ihm jetzt Unterstützung zu.

Als ORF-Moderator Roman Rafreider am Dienstagabend den ZiB-Flash moderierte, wurde er auf Twitter mit Spott und Häme überschüttet. Der Grund: Er wirkte stark beeinträchtigt, lallte und bezeichnete etwa die Omikron-Variante als Booster-Variante.

Die Folge davon war eine sofortige Suspendierung durch seinen Arbeitgeber. Laut Medienberichten soll Rafreider kurz vor der Sendung von einem Todesfall im engeren Umfeld erfahren haben. 

Dagegen wird jetzt auf Social Media heftigst protestiert. Auf Twitter und Facebook kursiert auch der Hashtag #freerafraider. Auch Kabarettistin und "Dancing-Stars"-Siegerin Caroline Athanasiadis hat vor Kurzem ihre Mama verloren und meldete sich zu Wort.

"Einen Elternteil zu verlieren ist wohl eines der schlimmsten Dinge, die einem im Leben widerfahren können.  Und doch ist es der Lauf des Lebens, ein Ereignis, auf das man sich nicht vorbereiten kann, obwohl man damit rechnen muss. Die einen verarbeiten das in Stille, manche mit Verdrängung und manche brauchen mehr Aufmerksamkeit. Ich habe mich dafür entschieden Vorstellungen abzusagen, was mir äußerst schwer gefallen ist, aber ich hätte nicht mein Bestes geben können und das ist es aber, was ich möchte", schrieb sie.

Und weiter: "Der gestrige Vorfall mit Roman Rafreider macht mich deshalb umso betroffener. Er wollte wahrscheinlich einfach seiner Pflicht nachkommen und dachte, dass er dazu fähig wäre. War er nicht. (...) In Extremsituationen funktionieren wir nicht. Wir reagieren… mehr schaffen wir nicht."

Da immer wieder die Kritik kam, warum ihn denn niemand aufgehalten habe, ins Studio zu gehen und die Sendung zu moderieren, wollte Ex-ORF-Moderatorin Martina Rupp für Aufklärung sorgen.

"Der/die Mod geht allein durch den dunklen, weitläufigen, um diese Uhrzeit im Winter fast menschenleeren KüBerg (Küniglberg - Anm.). Die Abwicklungsregie ist ziemlich weit weg vom Studio. Wenn sich der Mod also selbst kurz abtupft (Maske war schon früher) und zum Tonmenschen nur kurz 'hallo' und 'danke' sagt, kanns tatsächlich sein, dass niemand mitkriegt, dass er indisponiert ist, weil er sonst niemanden face to face trifft - es ist in diesem Routineablauf einfach nicht notwendig", schrieb sie.

Und Schauspielerin Mavie Hörbiger versuchte es auf diplomatischem Wege.

 "Nach dem Tod meines Vaters musste fast eine Vorstellung abgebrochen werden, weil bei mir nichts mehr ging. Es rechtfertigt nichts, aber ich habe Verständnis. Er sollte seinen Job nicht dafür verlieren."

Adelsexpertin Lisbeth Bischoff hat Ähnliches schon selbst erlebt, wie sie auf Facebook schilderte.

"Ich habe am 19. Juni 2014 kurz vor einer mehrstündigen Livesendung (Thronwechsel Spanien) erfahren, dass mein Vater unerwartet verstorben ist. Für mich ist eine Welt zusammengebrochen. Was tun? Ich habe mich entschieden, die Sendung zu machen. Alle meine Kolleginnen und Kollegen haben mich während der Livesendung unterstützt. Keiner von den Studiogästen und Zuschauern hat gemerkt, wie es mir ging. Es war schwer, sehr schwer." Roman Rafreider wünsche sie viel Kraft.

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