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Suicide Squad
08/24/2016

Jared Leto distanziert sich von "Joker"-Rolle

Viele "Joker"-Szenen haben es nicht in die Kinofassung von "Suicide Squad" geschafft.

Für seine herausragende Darstellung des "Jokers" in "The Dark Knight" wurde Heath Ledger 2009 posthum mit dem Oscar ausgezeichnet. Und auch Jared Leto wollte mit seiner Interpretation des kultigen Bösewichts in der Comic-Verfilmung "Suicide Squad" sein Schauspieltalent unter Beweis stellen. Mit dem Endresultat gibt er sich in Interviews nun aber schwer unzufrieden. Der Grund: Viele "Joker"-Szenen haben es nicht in die Kinofassung von "Suicide Squad" geschafft.

Rausgeschnitten

Der Film hat seit seinem Kinostart in den USA am 5. August rund 500 Millionen Euro weltweit in die Kinokassen eingespielt, erhält jedoch größtenteils negative Kritiken. Dass die Figur des "Jokers" kaum in dem Action-Streifen zu sehen ist, enttäuscht nicht nur Fans. Auch Leto ist vom Endresultat nicht gerade begeistert. Er zeigt sich enttäuscht darüber, dass viele Kinobesucher das Aussehen und die Charakterzüge des "Joker" kritisieren. Leto verriet in einem Interview außerdem, dass er sich den Film bisher noch nicht angeschaut habe und deutete an, sich hintergangen zu fühlen, weil ihm im Vorhinein ein anderer Film verkauft worden war.

"Es gab viele Szenen, die es nicht in den finalen Cut geschafft haben. Ich hoffe, dass diese eines Tages auftauchen", erklärte Leto, der seine "Joker"-Darstellung als eine Hommage an David Bowie verstand, im Interview mit Telestar.

Darunter eine Szene, in der er seine Freundin "Harley Quinn" (Margot Robbie) nach einem Streit schlägt. "Es wurden so viele Szenen rausgeschnitten, dass ich gar nicht wüsste, wo ich anfangen soll", erzählte Leto gegenüber IGN. "Es wurde so viel von dem, was wir gedreht haben, nicht gezeigt."

Dagegen, einen eigenen "Joker"-Film zu bekommen, oder in einem möglichen "Suicide Squad"-Sequel öfter zu sehen zu sein, hätte der Oscarpreisträger aber offenbar nichts: "Ich verstehe es eher als einen Vorgeschmack auf den 'Joker'. Derzeit ist es eher ein bisschen mehr als eine Nebenrolle – und es hätte mehr sein können, hätten sie das gesamte Material genutzt."

Vorbereitungen waren "schmerzhaft"

Für die Darbietung des dauergrinsenden Schurken hatte sich Leto im Vorfeld gewissenhaft vorbreitet. Er färbte nicht nur seine Haare grün, sondern blieb den ganzen Dreh über in seiner Rolle, zeigte sich am Set immer nur als "Joker" und nie als Leto. Er nervte seine Kollegen mit unappetitlichen Streichen und gab auch sonst in Jokermanier durchgehend den Ungustl.

"Es gab für mich definitiv einen Moment der Entfremdung", erzählte Leto über seine Erfahrung beim Dreh Empire-Magazin. "Es war lustig, diese psychologischen Spiele spielen zu können. Auf der anderen Seite war es auch sehr schmerzhaft - als wenn ich ein Kind aus meinem Arschloch gebäre."

Außerdem wollte der "30 Seconds to Mars"-Sänger den "Joker" anders darstellen als sein Kollege Ledger: "Ich hatte den Eindruck, dass der "Joker" viel älter ist, als viele Menschen denken. Er ist etwas anderes. Wenn du die Regeln nicht brichst, wirst du keine Innovationen erreichen. Ich glaube, ich muss mich jetzt bis zum Ende meines Lebens wieder beruhigen."

Umso enttäuschter muss Jared Leto gewesen sein, am Ende lediglich eine marginale Rolle in "Suicide Squad" zu spielen. Ganz im Gegenteil zu seiner Film-Freundin "Harley Quinn" - in der viele neben Will Smith als treffsicheren "Deadshot" den eigentlichen Star des Selbstmord-Schwadrons sehen.

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