Andrea Kiewel: Inmitten der Flammenhölle Frankreichs
Die Waldbrände in Frankreich haben mittlerweile eine Fläche erreicht, die viermal größer ist als Paris, wie die Nachrichtenagentur Associated Press berichtet. Besonders betroffen ist die Gironde-Region, wo rund 224.000 Menschen in Sicherheit gebracht wurden. In der Provence-Alpes-Côte d’Azur-Region mussten etwa 3.000 Menschen evakuiert werden, heißt es bei CNN.
An der Atlantikküste bei Bordeaux, wo die bisher massivsten Brände der Saison in Frankreich auf einer Fläche von 42.000 Hektar gewütet hatten, kämpfte die Feuerwehr bei Temperaturen von bis zu 41 Grad und kräftigem Wind gegen neu aufflammende Brandherde. Ein erneutes Ausbreiten des Brandes konnte die Feuerwehr mit einem Großaufgebot verhindern, schrieb die APA am 30. Juli.
Auch ZDF-Fernsehgarten-Moderatorin Andrea Kiewel erlebte die verheerenden Brände hautnah mit, da sie zur selben Zeit am Bassin d’Arcachon, einer malerischen Region nahe Bordeaux, Urlaub machte. Gemeinsam mit ihrem Ehemann musste sie evakuiert werden.
„Das Wort ‚Flammen‘ ist maßlos übertrieben“
Bereits tagsüber waren die Anzeichen der nahenden Gefahr unübersehbar, schreibt Kiewel in ihrer aktuellen Kolumne in der deutschen SuperIllu: Asche fiel vom Himmel, dunkle Rauchwolken verdunkelten die Sonne und auf den Straßen bildeten sich lange Staus. Die Waldbrände breiteten sich in rasender Geschwindigkeit aus und verschlangen große Teile der Region. „Das Wort ‚Flammen‘ ist maßlos untertrieben“, zeigt sich Kiewel laut bunte.de rückblickend noch geschockt.
Nächtliche Flucht: Zwischen Rauch und Flammen
Der Wendepunkt kam in der Nacht, als Kiewels Handy plötzlich den Katastrophenalarm auslöste. Mit ihrem Partner entschied sie sich zur sofortigen Flucht. In einem Mietwagen machten sie sich auf den Weg durch die brennenden Wälder, ausgestattet lediglich mit Pässen, einem Ladekabel und zwei Wasserflaschen. „Ich weine, während ich das hier aufschreibe, weil es mir so unendlich Leid tut für die Menschen […]. Und weil ich nicht aufhören kann, an die Feuerwehrleute zu denken, die ihre Leben riskieren“, schreibt sie.
Die Straße war gesäumt von Flammen, und die Luft war schwer von Rauch. Es war eine Fahrt, die sich wie eine Ewigkeit anfühlte. Doch am Morgen erreichten sie schließlich Bordeaux, wo sie erschöpft und emotional überwältigt am Straßenrand anhielten. Kiewel schildert diesen bewegenden Moment anhand der Worte ihres Mannes, der sie in die Arme nahm und flüsterte: „Leg dich nicht mit Mutter Natur an!“
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