Weitblick: Ab dem Herbst soll die Liga noch größer werden

© APA/EXPA/JOHANN GRODER

Sport Wintersport
03/01/2021

Wie die Eishockeyliga nach Corona wieder wachsen will

In einer Generalversammlung wird über die Anträge von Ljubljana, Feldkirch und Pustertal entschieden. Znojmo will wieder zurück

von Peter Karlik

 Die International Central European Hockey League (ICEHL) ist seit einem Jahr im Ausnahmezustand. Wenige Stunden nach dem Verkünden des Veranstaltungsverbots durch die Regierung am 10. März 2020 brachen die Verantwortlichen die Meisterschaft ab und bewiesen damit Weitblick. Denn eine mehrwöchige Pause und eine Saisonfortsetzung im Sommer wie in der Fußball-Bundesliga war im Eishockey unmöglich.

Umso intensiver arbeiteten die Vereine und das Team von ICEHL-Geschäftsführer Christian Feichtinger an der Zukunft. Mit elf Teilnehmern startete die Liga am 25. September. Lange vor einigen anderen europäischen Ligen wurde in der mitteleuropäischen wieder gespielt – zu Beginn noch mit Zuschauern, seit dem Lockdown im November ohne.

Vier Kandidaten

Und siehe da, die ICEHL ist so beliebt wie noch nie. Der KURIER hörte sich um, wer die besten Chancen hat.

Mit Olimpija Ljubljana, Pustertal, VEU Feldkirch und Orli Znojmo wollen gleich vier Klubs eine Aufnahme. Der fünfte wäre der EHV Linz gewesen, dem aus politischen Gründen große stadtnahe Geldgeber abspringen mussten und der am Montag seine Bewerbung zurückziehen musste. Für die alteingesessenen Black Wings ein Pyrrhussieg, da einige Sponsoren in der Region dem Profi-Sport nach den Querelen, die bis in die Parteipolitik gingen, komplett abhandenkommen werden. Dem Sport in Linz wird laut KURIER-Information ein hoher einstelliger Millionenbetrag abgehen.

Am Mittwoch findet online die Generalversammlung der ICEHL statt, auf der über die Kandidaten abgestimmt werden soll. Bratislava ist im ersten Jahr in der Liga noch nicht stimmberechtigt.

Znojmo wollte im Vorjahr nach neun Saisonen in der Liga wegen Corona und der Grenzschließung die Mitgliedschaft ruhend stellen, doch in den Statuten ist das nicht vorgesehen. Die Tschechen müssten also die Aufnahmegebühr erneut bezahlen. Durch den Rückzug des EHV Linz könnte die Lage aber neu bewertet werden.

Ja, aber nicht bei mir

Tenor bei den Vereinen: Ein neuer Partner ist gut, wenn er sich nicht im gleichen Zuschauer-, Spieler- und Sponsormarkt befindet. Er sollte aber auch nicht zu weit weg sein, damit die Reisen nicht zu teuer werden.

Insofern hat Ljubljana die besten Karten. Vielerorts wird auf eine Aufnahme von drei Teams gehofft, womit die optimale Zahl von 14 Teilnehmern erreicht wäre und die Liga ihre Erfolgsgeschichte weiterschreiben könnte.

Ein weiterer Streitpunkt wird sein, wie die Umgehung der Legionärsbeschränkung durch Doppelstaatsbürger beendet werden kann. Der HCB Südtirol trieb es heuer mit 17 Spielern, die nicht in Italien geboren sind, an die Spitze und ist jetzt mit einem de facto nordamerikanischen Team der Titelfavorit.

Mit einer 14er-Liga wäre es auch leichter, einen vernünftigen Modus mit einer doppelten Hin- und Rückrunde zu machen. Jedes Team hätte 52 Spiele, die Top-8 kommen ins Viertelfinale. Die ungeliebte Teilung in Platzierungs- und Qualifikationsrunde, wie sie jetzt stattfindet, wäre dann überflüssig.

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