Caps-Goalie Starkbaum kam zuletzt gegen Fehervar unter Druck

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Sport Wintersport
03/12/2021

Capitals gegen den Play-off-Fluch des Viertplatzierten

Seit 2011 schaffte es der Vierte nicht ins Semifinale. In der heute beginnenden Best-of-seven-Serie probieren es die Wiener gegen Fehervar.

von Peter Karlik

Es war schon bis hierher eine Meisterleistung in der ICE Hockey League. Dass die Liga 50 Spieltage im Grunddurchgang und in der Zwischenrunde organisieren kann, war im vergangenen Spätsommer nicht zu erwarten. Doch das Risiko mit dem im europäischen Eishockey-Vergleich frühen Saisonstart am 25. September machte sich bezahlt. Die ICEHL wurde zu einem Vorzeigeprojekt.

Nach einer Corona-bedingten Pause im November und seit damals auch ganz ohne Zuschauer, dafür mit Livestreams von jedem Spiel, hielten sich die Vereine über Wasser und hoffen natürlich auf eine nicht allzu lange Wartezeit bei den Corona-Hilfen der Regierung.

Der KURIER wagt eine Prognose für das Viertelfinale, das wie jede Play-off-Runde in best-of-seven-Serien gespielt wird.

Capitals – Fehervar

Am Freitag geht es aber um den echten Meister in der mitteleuropäischen Liga. Die Capitals treffen im ersten Heimspiel auf Fehervar (19.15, Sky). Das alleine ist noch wenig aufregend. Spannender wird es bei einem Blick auf die Historie. Zwar setzten sich die Wiener in den bisherigen zwei Play-off-Duellen mit den Ungarn durch, aber sie starten heuer von Platz vier ins Viertelfinale. Und das verhieß in den vergangenen zehn Jahren nichts Gutes: Seit Villach 2011 setzte sich kein viertplatziertes Team mehr im Viertelfinale durch. Und das, obwohl der Vierte immer auf im Grunddurchgang schlechter platzierte Gegner traf. Im Vorjahr lag Meister KAC gegen Außenseiter Linz 0:3 zurück, als die Liga wegen Corona abgebrochen wurde.

Für die Wiener spricht, dass sie sich im Play-off meistens steigern können. Außerdem kommen bis auf Flemming und Antal alle verletzten Spieler zurück. Auch der besonders im Herbst in beeindruckender Form stürmende Colin Campbell, der seit 5. Jänner kein Spiel mehr absolvieren konnte, steht laut Capitals-Coach Dave Cameron wieder im Kader. Der 62-jährige Trainer-Routinier glaubt: „Es wird eine lange und harte Serie.“ Speziell die „beweglichen Verteidiger“ erwähnte Cameron, die für gefährliche Gegenstöße sorgen, wenn seine Mannschaft unachtsam ist.

Die Ungarn waren lange Zeit in der Meisterschaft vor den Capitals platziert und fielen erst in den letzten Runden auf Rang fünf zurück. Egal für Cameron, der keinen besonderen Favoriten auf die Meisterschaft sieht: „Die Liga ist so ausgeglichen. Ich denke, dass fünf Teams den Titel holen können.“

Entscheidend für die Wiener wird sein, ob sie die Undiszipliniertheiten wie in den vergangenen Spielen abstellen können.

  • KURIER-Tipp 4:3 für Wien

2020 KAC - Linz 0:3 (Saisonabbruch vor dem vierten Spiel)
2019 Fehervar - Salzburg 2:4
2018 KAC  - Bozen 2:4
2017 Linz - Bozen 1:4
2016 Bozen - Linz 2:4
2015 Fehervar  - Capitals 2:4
2014 Znaim  - Linz 1:4
2013 Zagreb - Salzburg 2:4
2012 Salzburg - KAC 2:4
2011 VSV  - Linz 4:1

KAC – Villach. Ein Land ist in Aufruhr. Erstmals seit 2011 treffen die Kärntner Teams in einem Play-off aufeinander. Der Auftakt am Freitag ist insgesamt das bereits 334. Derby (19.15 Uhr, Puls24). Der KAC ist mit seiner defensiv kompakten Spielweise und Goalie Dahm Favorit. Die Villacher erreichten erst im Penaltyschießen des letzten Spiels gegen bereits qualifizierte Dornbirner das Viertelfinale. KAC gewann drei der vier Saisonduelle.

  • KURIER-Tipp 4:1 KAC

Salzburg – Dornbirn. Zum dritten Mal kommt es zu diesem Duell. Die Salzburger sind wieder klarer Favorit und haben auch alle vier Spiele dieser Saison gewonnen. Selbst, wenn sie schlecht spielen, haben sie mit Lamoureux im Tor einen starken Rückhalt. Dornbirns Yogan ist ein Spiel gesperrt.

  • KURIER-Tipp 4:2 Salzburg

HCB Südtirol – Bratislava Die Italiener sind nicht nur in dem Duell mit dem Liga-Debütanten Favorit, sondern insgesamt auf den Titel. Top Torhüter, ein großes, spielstarkes Team und das Streben, den Gegner mit Härte einzuschüchtern werden das Erfolgsrezept sein. Die Slowaken haben seit der Amtsübernahme von Coach Peter Draisaitl (Vater von NHL-Superstar Leon) ihre zuvor naive aber technisch feine Spielweise angepasst.

  • KURIER-Tipp 4:0 HCB
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