Sport | Wintersport
29.11.2018

Skispringen: Auszeit für Michael Hayböck

Der Oberösterreicher verzichtet auf den Weltcup in Russland und absolviert ein Spezialtraining.

Noch vor wenigen Wochen schwebte Michael Hayböck auf Wolke sieben. Der Oberösterreicher gewann die Staatsmeisterschaften auf der Normalschanze und zählte zu den großen Hoffnungsträgern für die neue Weltcupsaison. Doch die große Euphorie ist schnell einer großen Ernüchterung gewichen, denn bei den ersten beiden Springen folgte der Absturz auf den Boden der Realität. Beim Auftakt in Wisla hatte Hayböck als 32. den Sprung in die Punkteränge verpasst, zuletzt in Ruka war der 27-Jährige - wie auch Gregor Schlierenzauer - sogar an der Qualifikation für den Hauptbewerb der besten 50 gescheitert.

Chefcoach Andreas Felder zog nun die Konsequenzen aus dem Fehlstart und nimmt Hayböck nicht mit zum Weltcup am kommenden Wochenende in Nischni Tagil (Russland). Stattdessen wird der Oberösterreicher in Lillehammer ein Sondertraining absolvieren. "Michael Hayböck hat am Ende der Saisonvorbereitung zu unseren Besten gehört, seit dem Saisonstart kann er diese Leistung aber nicht abrufen. Wir haben den Verdacht, dass die Materialabstimmung für den Winter bei ihm nicht ganz passt", erklärt Andreas Felder, der von seinen anderen Athleten in Russland eine Leistungssteigerung erhofft.

Bislang war lediglich Stefan Kraft der Sprung in die Top Ten gelungen, die Österreicher hinken durchwegs noch den Erwartungen und Ansprüchen hinterher. "Wir haben im Sommer an fundamentalen Sprungelementen gearbeitet und man sieht, dass die Mannschaft noch nicht stabil ist. Wir geben uns damit nicht zufrieden, müssen aber geduldig bleiben. In Russland werden wir die nächsten Schritte setzen und ich hoffe, dass es weiter vorwärts geht", sagt Felder.