FIS Alpine Snowboard World Cup in Scuol

© EPA / GIAN EHRENZELLER

Sport Wintersport
01/12/2022

Sieg auch zum Abschluss des Snowboard-Weltcups in Gastein

Die alpinen ÖSV-Snowboarder gewannen damit alle drei Bewerbe beim Heimweltcup in Salzburg.

von Karoline Krause-Sandner

Der zweite Renntag beim Weltcup in Bad Gastein hätte nicht besser beginnen können. Schon in der Früh scheinte die Sonne auf die frisch angeschneiten Bergspitzen. Die Veranstalter rund um Rennleiter Franz Weiss konnten sich freuen. Einen Punkt für Österreich gab es also bei dem Weltcup-Stop in Salzburg bereits, bevor die Rennen überhaupt gestartet waren. 

Nach dem historischen Vierfach-Erfolg der ÖSV-Herren (Arvid Auner, Benjamin Karl, Alexander Payer und Lukas Mathies) und dem Sieg von Daniela Ulbing beim Parallelslalom am Dienstag gewannen Arvid Auner und Julia Dujmovits am Mittwoch auch den Mixed-Teambewerb vor Russland und Deutschland. Für Olympiasiegerin Dujmovits ist das der erste Weltcupsieg seit 2017.

"Don't stop believin'" spielte es im Zielhang, als Dujmovits über die Linie fuhr. Für die Burgenländerin, die eine - von den Ergebnissen her - durchwachsene Saison hinter sich hat, eine Bestätigung für ihre harte Arbeit. “Es fühlt sich super gut an, macht Lust auf mehr”, verrät Dujmovits mit Blick auf Olympia. “Wenn man die österreichische Hymne hört, kommen Erinnerungen hoch”, sagt sie, ohne ihren Sieg 2014 in Sotschi zu erwähnen. Das gute Gefühl möchte sie jetzt “mitnehmen”. 

Für Arvid Auner waren es die perfekten Weltcup-Tage. Er konnte im Einzel- und Teamberwerb ganz oben stehen. “Im Heimatland so abzuliefern ist einfach geil.”

Im Herrenteam geht es diese Woche beim Riesentorlauf auf der Kästners Simonhöhe um nichts weniger als die Olympiatickets. “Ich will den Schwung mitnehmen”, sagt der Grazer. Das Zeug, schnell zu fahren, habe er, “ich muss es nur zeigen”.

Ein Versprechen an den Kollegen

Das als Nummer eins gesetzte österreichische Team mit Benjamin Karl und Vortagessiegerin Daniela Ulbing schied wegen eines Torfehlers der Kärntnerin aus, die offenbar im Team für ihren direkten Fahrstil bekannt ist. "Es ist so schnell gegangen, ich hab das gar nicht mitgekriegt", sagte Ulbing im ORF-Interview. Rennpartner Benjamin Karl wusste gleich den Grund: "Dani und Arvid fahren sehr gerade, die Gefahr besteht einfach immer", dass ein Tor nicht korrekt passiert wird. Sie habe ihrem Teamkollegen versprochen, "am Samstag auf der Simonhöhe ein bisschen runder zu fahren".

Ulbing zeigte sich begeistert von dem Event in Gastein, das sie "richtig cool" nennt. Wetter, Piste und Stimmung in der Mannschaft waren hervorragend - was fehlte, waren allerdings die Fans. Wegen der Omikron-Welle gehen die Weltcup-Rennen in Österreich diese Woche ohne Zuschauer über die Bühne.

Die Piste war wirklich perfekt”, schwärmt auch Siegerin Dujmovits und gratuliert dem Organisationsteam, wie es den Hang “so hingekriegt” hat. Sie ließ anklingen, dass das vielleicht eines ihrer letzten Rennen in Gastein gewesen sein könnte. “Umso mehr freue ich mich über das Resultat.”

 

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