In Oslo gab es am Sonntag zwei Sieger: Piotr Zyla (li.) und Gregor Schlierenzauer (Mi.).

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Schlierenzauer ex-aequo Sieger in Oslo
03/17/2013

Schlierenzauer ex-aequo Sieger in Oslo

Der Gesamtweltcup-Sieger teilt sich den ersten Platz mit dem Polen Piotr Zyla.

Gregor Schlierenzauer hat am Sonntag ausgerechnet auf dem traditionsreichen Holmenkollen in Oslo, wo er sich vor zwei Jahren auch zum Großschanzen-Weltmeister gekürt hatte, seinen neunten Weltcup-Saisonsieg bzw. insgesamt 49. Erfolg geholt. Der 23-jährige Tiroler musste sich den Siegeslorbeer überraschend mit dem Polen Piotr Zyla teilen, der 26-Jährige landete überhaupt erstmals auf dem Podest. Rang drei ging an Halbzeitleader Robert Kranjec (SLO).

Bereits zuvor hatte Jacqueline Seifriedsberger beim ersten Großschanzen-Weltcup-Springen der Damen hinter Weltmeisterin Sarah Hendrickson ( USA) und Gesamtsiegerin Sara Takanashi (JPN) zum achten Mal in dieser Saison bzw. zum siebenten Mal in Folge als Dritte den Sprung auf das Siegespodest geschafft. Den erhofften dritten Rang in der Endwertung verpasste die Oberösterreicherin und zweifache WM-Medaillengewinnerin um sechs Punkte, sie wurde hinter Coline Mattel (FRA) Vierte.

Wechselnder Wind

Die Damen hatten die Marathonveranstaltung auf dem großen Bakken mit ihrem ersten Durchgang eröffnet, danach gingen die Herren das erste Mal bei teilweise doch stark wechselndem Wind über den Bakken. Schlierenzauer startete mit 8,5 Punkten Rückstand auf Kranjec als Vierter in das Finale. Manuel Fettner und Stefan Kraft verpassten dieses, dafür bot Wolfgang Loitzl als Gesamtsechster neuerlich eine überzeugende Leistung.

Schlierenzauer landete nach den 134,5 m vom ersten Sprung im zweiten Versuch sogar noch einen halben Meter weiter und sorgte damit für die Höchstweite im zweiten Durchgang. Zyla erhielt für 135,5 bzw. 133,5 m exakt die gleiche Gesamtnote von 270,1 Punkten, 3,3 Zähler dahinter wurde Kranjec Dritter. Die weiteren Österreicher im Finale waren Martin Koch als 17. bzw. Andreas Kofler als 28.

Mit diesem Ergebnis hat die Truppe von Cheftrainer Alexander Pointner auch die Führung im Nationencup behauptet: Mit 5.096 Punkten und einem Vorsprung von 46 Zählern gehen Schlierenzauer und Co. in das Weltcupfinale, wo am Freitag und Sonntag noch zwei Skiflug-Einzel-Konkurrenzen sowie am Samstag der für den Nationencup wohl entscheidende Teambewerb in Szene gehen.

Enorme Dichte

Für Schlierenzauer bedeutete der erste Sieg nach einer kleinen "Schaffenspause" die nötige Portion Selbstvertrauen. Erstmals seit 3. Februar, als Schlierenzauer mit einem "Doppelschlag" in Harrachov den Weltcuprekord von Matti Nykänen (46 Siege) endgültig ausradiert hatte, hat der Stubaier wieder zugeschlagen. Nun könnte er die 50er-Marke in Planica auch noch in dieser für ihn schon so erfolgreichen Saison knacken.

Dass es für ihn nun grundsätzlich wieder besser gelaufen ist, führte der Tiroler auf Kleinigkeiten zurück. "Spitzensport ist sehr sensibel und Skispringen generell. Wenn gewisse Dinge nicht zusammenlaufen, ist man gleich 15., die Dichte ist enorm groß", sagte der 24-Jährige. "Da muss man immer seine sieben Sachen beinander haben. Ich habe versucht, es mit den Trainern zu analysieren."

Dem ÖSV-Star wurde zudem für seine Erfolge der vergangenen Jahren die Holmenkollen-Medaille verliehen, dies ist die höchste Auszeichnung im nordischen Sport Norwegens. Davor hatten sie auch seine Landsleute Armin Kogler, Ernst Vettori und Felix Gottwald erhalten. Nun geht es für Schlierenzauer noch zum Skifliegen nach Planica. "Planica ist immer speziell am Schluss. Es geht ja schließlich noch um eine Kugel im Weltcup. Da werde ich alles daransetzen, die zu holen."

Endstand
1. Gregor Schlierenzauer AUT 134,5 / 135,0 270,1
. Piotr Zyla POL 135,5 / 133,5 270,1
3. Robert Kranjec SLO 134,0 / 126,0 266,8
4. Kamil Stoch POL 132,0 / 121,0 260
5. Anders Jacobsen NOR 128,5 / 130,5 259
6. Wolfgang Loitzl AUT 130,0 / 128,5 254,1
7. Anders Bardal NOR 129,5 / 129,0 254
8. Michael Neumayer GER 131,0 / 128,5 253,5
9. Tom Hilde NOR 139,0 / 124,0 252,1
10. Andreas Stjernen NOR 132,5 / 124,0 250,5
11. Maciej Kot POL 131,5 / 127,0 250,4
12. Noriaki Kasai JPN 128,5 / 127,0 248,8
13. Severin Freund GER 124,5 / 127,5 248,2
14. Dimitri Wassiliew RUS 136,0 / 123,5 245,6
15. Jan Matura CZE 130,5 / 123,0 245,2
. Peter Prevc SLO 120,5 / 127,5 245,2
17. Martin Koch AUT 131,0 / 120,5 240
28. Andreas Kofler AUT 127,5 / 119,0 228,4

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