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30.01.2013

Ski-WM: Schild im ÖSV-Aufgebot

Slalom-Spezialist Reinfried Herbst ist im 27-köpfigen Team nicht zu finden.

Der Österreichische Skiverband (ÖSV) hat am Mittwoch wie erwartet 14 Herren und 13 Damen für die alpinen Ski-Weltmeisterschaften von 4. bis 17. Februar in Schladming nominiert und das Kontingent von 24 plus Titelverteidiger (maximal 14 pro Geschlecht) voll ausgeschöpft. Das 27-köpfige Team wird angeführt vom Weltcup-Spitzenreiter Marcel Hirscher und umfasst auch Slalom-Titelverteidigerin Marlies Schild, die nach ihrer Verletzung (Riss des Innenbandes im rechten Knie) noch auf ein kleines Wunder und einen Start hofft.

Herbst nicht im Kader

Prominentester Abwesender aus dem vom ÖSV am 21. Jänner veröffentlichten erweiterten Kader (20 Herren, 16 Damen) ist der Olympia-Zweite im Slalom von 2006, der Salzburger Reinfried Herbst. Im Verletzungsfall dürfte der ÖSV Aktive aus diesem erweiterten Aufgebot nachnominieren.

Die Heim-Titelkämpfe werden am Montagabend eröffnet, am Dienstag steht mit dem Super-G der Damen bereits der erste Bewerb auf dem Programm, die Steirerin Elisabeth Görgl ist Titelverteidigerin. Am Mittwoch folgt der Super-G der Herren. Bei beiden Geschlechtern geht es jeweils um fünf Medaillensätze, die elfte Entscheidung ist der gemischte Team-Bewerb.

Kaderliste der Damen:

Anna Fenninger, Elisabeth Görgl, Marlies Schild (alle drei sind Titelverteidigerinnen), Andrea Fischbacher, Nicole Hosp, Michaela Kirchgasser, Stefanie Köhle, Stefanie Moser, Bernadette Schild, Nicole Schmidhofer, Regina Sterz, Carmen Thalmann, Kathrin Zettel.

Aus dem erweiterten Kader nicht berücksichtigt wurden: Eva-Maria Brem, Alexandra Daum, Cornelia Hütter

Das Damen-Team bei der WM

1/13

CANADA ALPINE SKIING WORLD CUP WOMEN

SLOVENIA ALPINE SKIING WORLD CUP

SUPER-G DER DAMEN IN ST. ANTON: HOSP

SUPER-G DER DAMEN IN ST. ANTON: GÖRGL

GERMANY ALPINE SKIING WORLD CUP

reuters-000_Reuters_MICHAEL BUHOLZER.jpg

ITALY ALPINE SKIING WORLD CUP

Moser of Austria talks with friends during the Wom

Schild of Austria reacts during the Alpine Skiing

CROATIA ALPINE SKIING WORLD CUP

RTL DER DAMEN IN SÖLDEN: SIEGERPRÄSENTATION

FRANCE ALPINE SKIING WORLD CUP

BULGARIA ALPINE SKIING WORLD CUP

Kaderliste der Herren:

Romed Baumann, Max Franz, Marcel Hirscher, Klaus Kröll, Marcel Mathis, Mario Matt, Matthias Mayer, Manfred Pranger, Joachim Puchner, Benjamin Raich, Hannes Reichelt, Florian Scheiber, Philipp Schörghofer, Georg Streitberger.

Aus dem erweiterten Kader nicht berücksichtigt wurden: Frederic Berthold, Manuel Feller, Reinfried Herbst, Wolfgang Hörl, Johannes Kröll, Christoph Nösig

Das Herren-Team bei der WM

1/14

AUSTRIA ALPINE SKIING WORLD CUP

SUPER-G DER HERREN IN KITZBÜHEL: KRÖLL (AUT)

WC SUPER G DER HERREN IN KITZBÜHEL: SIEGEREHRUNG -

Third placed Reichelt of Austria stands on podium

FOTOTERMIN MIT DEM ÖSV-ABFAHRTSTEAM: FRANZ/SCHEIBE

SLALOM DER HERREN IN KITZBÜHEL: RAICH (AUT)

AUSTRIA ALPINE SKIING WORLD CUP

WC SLALOM DER HERREN IN KITZBÜHEL: PRANGER

Baumann of Austria reacts after the first run of t

SKI WELTCUP FINALE - TEAMBEWERB

WC SUPER G DER HERREN IN KITZBÜHEL: STREITBERGER

SUPER-G DER HERREN IN KITZBÜHEL: SCHEIBER (AUT)

SKI ALPIN: ABFAHRT DER HERREN IN KRASNAJA POLJANA:

SKI WELTCUP FINALE - RTL HERREN: MATHIS (AUT)

Herbst: "Brutale Watschn"

Slalom-Spezialist Reinfried Herbst bezeichnete die Nicht-Nominierung für die WM als "brutale Watschn". "Das ist natürlich sehr enttäuschend für mich, dass es nicht zu einer internen Qualifikation kam. Für mich ist das eine brutale Watschn. Ich musste schon viele Rückschläge in meiner Karriere verdauen, das ist jetzt ein weiterer", meinte der Salzburger am Mittwochnachmittag.

"Wenn die Aufstellung nach rein sportlichen Gesichtspunkten erfolgt wäre, hätte ich die Chance auf eine Qualifikation bekommen", haderte der 34-Jährige. "Aber das ÖSV-Herrenkontingent von 14 Fahrern ist leider ausgeschöpft, das war die Begründung des ÖSV. Aber trotzdem sind Fahrer und Fahrerinnen mit wesentlich schlechteren Platzierungen im Kontingent zu finden. Deshalb falle ich durch den Rost und Benni (Raich, Anm.) bekommt das vierte Slalomticket."

"Eine Qualifikation wäre nur fair gewesen"

Sollte sich einer des geplanten Slalom-Quartetts verletzen, könnte der ÖSV Herbst nachnominieren. "Ich bin Ersatzfahrer, aber das ist ein schwacher Trost", so der zweifache Familienvater. Der Ärger über den Ausfall am vergangenen Sonntag in Kitzbühel ist nun bei Herbst umso größer. "Leider habe ich dort durch Pech mein drittes Top-Ten-Ergebnis drei Tore vor dem Ziel verspielt. Spekulationen bringen nichts, aber danach hätte es sicher anders ausgesehen. Besonders bitter ist, dass Benni in dieser Saison im direkten Vergleich nur ein Mal schneller war als ich. Deshalb wäre eine Qualifikation nur fair gewesen."

Herbst berichtete, dass er bereits Trost von vielen Seiten erhalten hat. "Egal, ob Trainer oder Kollegen, nicht viele können die Aufstellung nachvollziehen. Aber ich akzeptiere die Entscheidung und will festhalten, dass ich niemanden persönlich angreife."