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Sport Wintersport
11/12/2021

Menschenrechtler erhöhen Druck auf Sponsoren der Winterspiele

Nur ein Konzern antwortete auf Schreiben von Human Rights Watch / Sprecher des Außenministeriums wies Vorwürfe zurück

Menschenrechtler haben den Druck auf die Sponsoren der Olympischen Winterspiele im Februar in Peking erhöht. Die großen Unternehmen sollten öffentlich erklären, wie sie auf China einwirkten, um Menschenrechtsverletzungen anzugehen, forderte die in New York ansässige Organisation Human Rights Watch am Freitag in einer Online-Pressekonferenz. Die großen Unternehmen trügen mit Milliardenbeiträgen maßgeblich zu den Einnahmen des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) bei.

"Sponsoren schweigen, wie sie ihren Einfluss nutzen, um Chinas schreckliche Menschenrechtslage ansprechen", sagte Sophie Richardson von Human Rights Watch. "Sie verschwenden eine Gelegenheit, ihren Einsatz für Menschenrechte zu zeigen, und riskieren stattdessen, mit Olympischen Spielen in Verbindung gebracht zu werden, die durch Zensur und Unterdrückung belastet sind."

Menschenrechtsprobleme

Die Organisation habe deswegen an Sponsoren wie Intel, Omega, Panasonic, Samsung, P&G, Toyota, Visa, Airbnb, Atos, Bridgestone, Coca Cola, Allianz, Alibaba und den US-TV-Sender NBC geschrieben. Nur der Allianz-Konzern habe geantwortet und geschrieben: "Wir stehen hinter der Olympischen Bewegung, und unsere langfristige Unterstützung für ihre Ideale wird nicht nachlassen."

Die Sommerspiele 2008 in Peking seien schon von Menschenrechtsproblemen überschattet gewesen, doch habe sich die Lage seither noch weiter verschlechtert, stellte Human Rights Watch fest. Die Organisation kritisierte besonders "Verbrechen gegen die Menschlichkeit" im Umgang mit den Uiguren in Xinjiang, die Unterdrückung der Demokratiebewegung in Hongkong, Verfolgung von chinesischen Bürgerrechtlern und mangelnde Pressefreiheit. "Es ist schwer für Aktivisten, bei allen Menschenrechtsverstößen mitzukommen", sagte Minky Worden.

Der Sprecher des Außenministeriums in Peking, Wang Wenbin, wies die Vorwürfe zurück: "Den Sport zu politisieren, Lügen und Gerüchte zu verbreiten und die Olympischen Spiele zu untergraben, findet keine Unterstützung und wird nicht erfolgreich sein."

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