Bernhard Starkbaum hielt in den ersten zwei Spielen 41 der 44 Schüsse

© Agentur Diener OG/DIENER / Georg Diener

eishockey
04/22/2014

Österreich in der Poleposition

Für den Aufstieg würden dem jungen Team zwei Siege in den letzten drei Spielen reichen.

von Peter Karlik

Es war nicht zu erwarten, dass Österreich nach zwei Spielen bei der WM der Division I in Südkorea auf gutem Kurs Richtung Wiederaufstieg liegen würde. Das mit einem Durchschnitt von 24,72 Jahren jüngste Team der letzten zehn Jahre ist nach dem 3:2 n.V. gegen die Ukraine und dem 4:1 gegen Japan Erster. Zwei Siege aus den letzten drei Spielen würden mit Sicherheit einen Platz in den Top 2 bedeuten, was die Teilnahme an der WM 2015 bedeuten würde.

Teamchef Manny Viveiros ist von der Mannschaft angetan: "Es arbeiten alle hart, und wir treten wirklich als Team auf. Einige Junge haben sich gut entwickelt." Und Österreich profitiert von Spielern wie Tormann Starkbaum und Verteidiger Heinrich, die in Hochform sind. Viveiros ist vorsichtig zuversichtlich: "Wir haben gute Karten, da die Mannschaft bis jetzt die Teamtaktik umgesetzt hat und mit Geduld auf die Torchancen gewartet hat. Auch die kommenden zwei Spiele werden durch viel Geduld entschieden. Korea ist wie Japan laufstark und gegen die Ungarn haben wir vor wenigen Tagen im Test erst nach Penaltyschießen geschlagen."

Österreich trifft am Mittwoch auf Südkorea (12.30 Uhr MESZ, live ORF Sport+). Das Gastgeberteam ist noch das einzige Team ohne Punkte. Die Österreicher nutzten den spielfreien Dienstag für einen Ausflug auf den Namdaemun Markt in Seoul. Vor dem Österreich-Spiel könnte sich ein Team aus dem Duell SlowenienUngarn vom Aufstiegskampf verabschieden.

Warum nicht gleich?

Nach zirka der Hälfte der Weltmeisterschaft der Division I in Goyang in Südkorea hat Österreich gute Chancen, einen der beiden Aufstiegsplätze zu erkämpfen. Das ist nicht selbstverständlich. Zwar schaffte Österreich immer den Aufstieg seit es 2005 in den Paternoster eingestiegen ist, doch 2014 wäre das wirklich als großer Erfolg zu werten. Denn das Nationalteam wurde nach den vielen Rücktritten und verletzungsbedingten Absagen (insgesamt 20) fast komplett neu aufgestellt. Es kommen Spieler im Powerplay zum Einsatz, die das bei ihren Klubs nicht einmal im Training spielen dürfen. Und trotzdem sie machen es gut.

Das wirft zwei Fragen auf:
1. Warum wurde in den letzten Jahren nicht schrittweise verjüngt? In Südkorea sind zehn (!) WM-Debütanten am Werk. Sie machen ihre Sache gut. Aber war es in den letzten zehn Jahren wirklich notwendig, den Altersschnitt in der Abwehr auf weit über 30 steigen zu lassen?

2. Müssen sich junge österreichische Spieler tatsächlich im Nationalteam für höhere Aufgaben empfehlen? Sollte es nicht umgekehrt sein? Warum bekommen so wenige junge Österreicher verantwortungsvolle Rollen bei ihren Teams in der Erste Bank Liga? Ist der Legionär Nummer 10, 11 und 12 tatsächlich so viel besser als ein österreichisches Talent?

Mit Sicherheit nicht.

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