Sport | Wintersport
21.01.2018

Nächster Weltcupsieg für Vanessa Herzog

Rechtzeitig vor den Winterspielen macht sich Vanessa Herzog zu einer Anwärterin auf olympisches Gold.

Österreichs Eisschnelllauf-Hoffnung Vanessa Herzog präsentiert sich vor den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang in glänzender Verfassung. Einen Tag nach ihrem Premierenerfolg im Weltcup doppelte die 22-jährige Tirolerin am Sonntag nach. Nach den 500 Metern gewann Herzog beim Weltcup in Erfurt auch die 1.000 Meter - ihr letztes Rennen vor Olympia.

Herzog triumphierte in 1:15,26 Minuten 0,26 Sekunden vor der Norwegerin Hege Bökko. Die russische Europameisterin Jekaterina Schikowa lag als Dritte bereits acht Zehntelsekunden zurück. "Das war das beste Rennen meines Lebens über 1.000 Meter", sagte Herzog. "Der Start war perfekt und auch auf den Runden konnte ich das Tempo perfekt halten." Die Schlussrunde sei ein unglaublicher Kampf gewesen. "Aber ich habe mich durchgebissen."

Als Lohn gab es nicht nur den sechsten Weltcup-Podestplatz in Serie, sondern in Abwesenheit der bisherigen Saison-Dominatorin Nao Kodaira aus Japan auch den zweiten Sieg. In der Weltcup-Wertung über 1.000 Meter liegt Herzog als Dritte 44 Punkte hinter der neuen Spitzenreiterin Schikowa. Über 500 Meter ist sie hinter Kodaira Zweite. Nur noch das Weltcup-Finale im März in Minsk ist ausständig.

Die olympischen Eisschnelllauf-Bewerbe in Gangneung beginnen am 10. Februar. Herzog tritt neben den 500 und den 1.000 Metern in Südkorea auch über 1.500 Meter und im Massenstart an. Ihre erste Entscheidung steht mit den 1.500 Metern am 12. Februar auf dem Programm. Über diese Distanz hatte Emese Hunyady 1994 in Lillehammer Österreichs bisher letzte Olympia-Medaille im Eisschnelllauf geholt - die einzige in Gold.