Sport | Wintersport
29.12.2017

Meistertrainer Serge Aubin verlässt Vienna Capitals

Die Wiener werden mit einem neuen Trainer in die kommende Saison gehen: Nach dem Frühjahr wechselt Aubin nach Zürich.

Noch vor dem Jahreswechsel haben die Vienna Capitals eine schwerwiegende Entscheidung bekannt gegeben: Meistertrainer Serge Aubin wechselt zur kommenden Saison 2018/2019 zu ZSC Lions. Der 42-jährige Kanadier übernimmt in der National Liga A das Traineramt beim Traditionsklub in Zürich. Für eine dritte Saison in Wien war Aubin nicht mehr zu halten, er erfüllt aber seinen Vertrag zur Gänze.

Die Erfolge von Serge Aubin bei den Vienna Capitals in der vergangenen aber auch laufenden Saison haben großes Interesse im Ausland geweckt. Die Capitals versuchten "monatelang", wie es in der offiziellen Aussendung heißt, eine Verlängerung abzuschließen. Erfolglos.

Lukrative Angebote

„Der historische Siegeszug der Vienna Capitals unter Serge Aubin, gekrönt mit dem 12:0 Triple-Sweep in den Play-Offs und letztendlich dem Meistertitel, hat natürlich auch in Europa für Aufsehen gesorgt. Serge hat in den letzten Monaten bereits einige interessante und lukrative Angebote abgelehnt. Die Vienna Capitals sind für ihn eine Herzenssache und immer eine Alternative gewesen. Wir haben alles unternommen, um ihn in Wien zu halten, verstehen jedoch auch, dass er ein Angebot von ZSC Lions und die damit verbundene sportliche Herausforderung nicht ablehnen kann“, erklärt General Manager Franz Kalla.

Die Caps wollten Unruhe vor den Play-Offs vermeiden. „Serge hat sich während des gesamten Entscheidungsprozesses immer sehr fair und loyal gegenüber den Vienna Capitals verhalten. Nach der getroffenen Entscheidung herrscht jetzt Klarheit für die Saison 2018/2019 und der volle Fokus ist in Ruhe auf die laufende Spielzeit gerichtet“, so Kalla weiter.

Info für Mannschaft

Serge Aubin informierte heute Vormittag, vor dem Training, die Mannschaft über seine Zukunft. An seine kommende Aufgabe beim achtfachen Meister ZSC Lions verschwendet der Caps-Meistermacher derzeit überhaupt keine Gedanken. „Natürlich freue ich mich über die Chance, die ich bei einem Traditionsklub wie Zürich bekomme. Trotzdem zählt für mich jetzt
nicht die Zukunft, sondern die Gegenwart und diese heißt Vienna Capitals. Ich halte es so
wie immer: Wir denken von Spiel zu Spiel. Die Caps sind mehr als ein Job für mich."

Eine Wiederholung des Titels für die Wiener sei möglich: "Ich freue mich darauf, in den kommenden Monaten mit meiner
Mannschaft hier in Wien noch Großartiges erreichen zu können."