Kein Russland-Boykott der ÖSV-Biathleten

Alle Angaben mit Gewehr: Simon Eder wird beim Finale zur Waffe greifen. © Bild: APA/AFP/FRANCOIS-XAVIER MARIT

Die Österreicher starten beim Saisonfinale in Tjumen.

Die Biathleten aus den USA bleiben daheim, die Waffenbrüder aus Tschechien und Kanada ebenfalls. Und auch der schwedische Staffel-Olympiasieger Sebastian Samuelsson beendet die Saison freiwillig früher. Zahlreiche Nationen verzichten auf die Teilnahme am Weltcupfinale in Tjumen (22. bis 25. März). Sie wollen damit gegen die russische Staatsdopingaffäre und den Umgang mit den Sportlern aus Russland protestieren.

Beim ÖSV ist ein Boykott des Finales in Tjumen kein Thema. "Damit würde man ja auch die Falschen bestrafen", sagt Direktor Markus Gandler. Dazu kommt, dass ÖSV-Generalsekretär Klaus Leistner zugleich Vizepräsident des Biathlon-Weltverbandes ist, in dem Russland traditionell eine bedeutende Rolle spielt. Eine Nicht-Teilnahme käme einem Affront gleich – und würde die Rolle Leistners im Weltverband schwächen. Der deutsche Verband hat seinen Athleten die Teilnahme am Finale freigestellt.

( kurier.at ) Erstellt am 08.03.2018