Schmerzhaft: Nach dem Aus gegen Villach im Viertelfinale müssen die Caps in dieser Saison sparen.

© Agentur Diener/ Kuess

Eishockey-Start
08/20/2014

Mehr Leidenschaft und weniger Geld bei Capitals

Am Donnerstag beginnt die Champions Hockey League. Mit vielen Neuigkeiten in Wien.

von Peter Karlik

Es herrscht Aufbruchstimmung in Wien Kagran. Auf sieben neue Spieler einen neuen Trainer und einen neuen Bewerb dürfen sich die Fans der Capitals freuen. Am Donnerstag beginnt die neue Saison für die Wiener mit dem ersten Heimspiel in der neu gegründeten Champions Hockey League gegen Färjestad. In die Erste Bank Liga starten die Wiener am 12. September in Znaim.

Capitals-Präsident Hans Schmid ließ nach den Verlusten durch den verpassten Semifinaleinzug im Frühjahr das Teambudget um zehn Prozent kürzen. "Ich habe nicht einmal im Traum erwartet, dass wir nicht ins Semifinale kommen", sagte Schmid. Sein Ziel für April 2015 ist das gleiche geblieben: "Ich will, dass wir wieder ins Finale kommen."

Harte Hand

Den Weg dorthin soll der neue Headcoach Tom Pokel finden. Der 46-jährige Amerikaner war in der vergangenen Saison Meistermacher bei Liganeuling Bozen und führt die Mannschaft im Vergleich zu Vorgänger Tommy Samuelsson mit strenger Hand. Und Pokel achtete bei der Spielerauswahl auf Charaktereigenschaften, die auf ein besseres Play-off-Abschneiden hoffen lassen. "Es geht viel um die Leidenschaft", begründet Pokel, der auf einen Goalgetter oder absoluten Top-Scorer verzichtet. "Man hat nur Erfolg mit einem Team und nicht durch Einzelleistungen. Wenn du zwei Top-Spieler hast, wissen deine Gegner bald, wie sie gegen dich agieren müssen. Mir ist lieber, wir haben mehrere torgefährliche Spieler."

In der Verteidigung sind die Caps österreichischer geworden, gibt es nur zwei Legionäre. "Durch das größere Angriffsdrittel und die neue Icing-Regel haben wir Wert auf eisläuferisch starke Verteidiger gelegt", erklärt Co-Trainer Phil Horsky.

Die Champions League beginnt am Donnerstag mit 15 Partien. Neben den Caps starten auch Villach (in Briancon) und am Freitag Salzburg bei Jyväskylä. Die 44 Klubs bekommen je 28.000 Euro Startgeld, die in die Reisekosten fließen. Die Vermarktung übernahm die Schweizer Agentur Infront, die auch die WM veranstaltet. Die elf Gruppensieger und die fünf besten Zweiten steigen ins Achtelfinale auf. Für die Caps wäre das in der Gruppe mit Färjestad, Oslo und Zürich eine Überraschung.

Die schmerzhafte vergangene Saison haben die Vienna Capitals in einem Jahrbuch zusammengefasst. Der 208 Seiten lange Rückblick ist um 15 Euro im Fanshop und im Fachhandel erhältlich.

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