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09.03.2014

Dornbirn lässt Salzburg erneut alt aussehen

Die Vorarlberger stellen in der Serie gegen Red Bull auf 2:0. Die Capitals unterliegen dem VSV.

Das Play-off dieser Eishockey-Saison bietet schon nach zwei Spieltagen alles, was das Herz des Sportfans begehrt. Spannung, Sensationen und große Emotionen prägen die Viertelfinal-Duelle.

Für die zweite Sensation im zweiten Spiel sorgte Dornbirn. Das als achte Mannschaft gerade noch ins Play-off gekommene Team gewann nach der Partie am Freitag in Salzburg (3:2 n.V.) auch am Sonntag mit 5:4 und führt in der Best-of-seven-Serie schon mit 2:0. Die Vorarlberger hatten vor 4070 Zuschauern bereits 5:2 geführt.

Richtig Spannend geht es zwischen den Capitals und Villach sowie zwischen Znaim und Linz zu. Villach gewann am Sonntag mit 5:2 und glich in der Serie auf 1:1 aus. Die Villacher ließen die Wiener kaum in die gefährliche Zone vor das Tor und Tormann Lamoureux hielt den Rest bravourös. „Das war ein super Spiel durch eine super Teamleistung“, freute sich VSV-Verteidiger Altmann.

Schrecksekunden gab es für die Capitals in der siebenten Minute. Weit abseits vom Geschehen krümmte sich Rotter nach einem Zusammenstoß mit dem Villacher Bacher auf dem Eis liegend und hielt sich das Knie. Der 26-Jährige musste auf dem Weg in die Kabine gestützt werden. Wenige Sekunden später fiel durch McBride das 1:0 für Villach. Rotter konnte ab dem zweiten Drittel wieder spielen: „Ich habe es noch ein wenig gespürt. Ich glaube, dass ich am Dienstag wieder spielen werde.“

Die Duelle

Capitals-Kapitän Benoit Gratton brauchte nach dem Spiel ein paar Minuten, um sich wieder zu beruhigen. Viele Privatduelle mit dem Villacher McBride ließen den Hitzkopf fast explodieren. Mit etwas Abstand sagte er: „Ich bin nicht davon ausgegangen, dass wir die Serie in vier Spielen gewinnen. Wir sollten nach Siegen nicht euphorisch sein und nach Niederlagen nicht niedergeschlagen.“ Eines versprach der 37-jährige Kanadier jedenfalls: „Am Dienstag wird es eine Schlacht.“

Capitals-Coach Tommy Samuelsson hofft angesprochen auf einige Schiedsrichterentscheidungen und die darauf folgenden Proteste seiner Spieler: „In meiner Karriere hat noch nie ein Referee eine Entscheidung zurück genommen. Man kann nur seine eigene Leistung kontrollieren. Diese Proteste kosten uns zu viel Energie.“

Wie am Freitag musste Linz gegen Znaim wieder in der Verlängerung entschieden werden. Dieses Mal siegte aber Linz mit 6:5. Bozen führt nach dem 4:2 bei Fehervar in der Serie bereits 2:0.

Ergebnisse

EC VSV - UPC Vienna Capitals 5:2 (1:0,2:1,2:1)
Villacher Stadthalle, 4.142, SR Gebei
Tore: McBride (7.), Hughes (27.), Platzer (29.), Fraser (47./PP), Ryan (60./empty net) bzw. Rotter (33.), Ferland (57./PP)
Strafminuten: 18 bzw. 20 plus 10 Disziplinar Gratton

Stand in der Serie: 1:1.

3. Spiel am Dienstag (19.15) in Wien.

SAPA Fehervar - HCB Südtirol 2:4 (0:2,1:1,1:1)
Szekesfehervar, 3.482, SR Dremelj
Tore: McGregor (22.), Sarauer (48.) bzw. Pance (6./PP), Egger (20.), Piche (38.), Oberdörfer (49.)
Strafminuten: 6 bzw. 8

Stand in der Serie: 0:2.

3. Spiel am Dienstag (19.45) in Bozen.

Dorbirner EC - Red Bull Salzburg 5:4 (2:0,2:2,1:2)
Dornbirn, 4.070, SR Nikolic
Tore: Mairitsch (10.), Sonne (17./PP), Mink (35.,40./PP). Arniel (45.) bzw. Komarek (36.), Cullen (36.), Raffl (50./PP), Roe (54.)
Strafminuten: 16 bzw. 14

Stand in der Serie: 2:0.

3. Spiel am Dienstag (19.15) in Salzburg.

EHC LIWEST Black Wings Linz - HC Znojmo 6:5 n.V. (2:1,3:2,0:2;1:0)
EisArena Linz, 4.000, SR Berneker
Tore: Spannring (3.), Ulmer (9./PP), Lebler (21.), Oberkofler (21.), Leahy (40./PP), Baumgartner (65.) bzw. Fiala (1.), Boruta (22.), Kolarz (29.), Lattner (49.,54.)
Strafminuten: 23 bzw. 27

Stand in der Serie: 1:1.

3. Spiel am Dienstag (18.30) in Znaim.