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Sport Wintersport
12/09/2019

Ein Interview von Daniela Iraschko-Stolz hat ein Nachspiel

ÖSV-Direktor Mario Stecher kündigt Konsequenzen für die Skispringerin an. Eine Zwangspause steht im Raum.

von Christoph Geiler

Daniela Iraschko-Stolz trägt ihr Herz auf der Zunge. Sie sagt, was sie sich denkt und sie zeigt, wie sie sich fühlt. Für Journalisten ist die 36-jährige Skispringerin mit ihrer offenen Art ein echter Segen, aber mitunter schießt Iraschko-Stolz dann auch übers Ziel hinaus und sorgt für Irritationen.

Nach den beiden Auftaktspringen in Lillehammer, in denen die ehemalige Weltmeisterin nur auf den Rängen 23 und 15 gelandet war, ließ Iraschko-Stolz ihrem Unmut im ORF-Interview freien Lauf. Sie würde total "patschert" springen, ärgerte sich die Steirerin und kündigte an, nicht zum nächsten Weltcup nach Klingenthal reisen zu wollen, um statt dessen lieber einige Einheiten mit ihrem Privattrainer zu absolvieren.

Dieser Auftritt vor den Kameras missfiel den ÖSV-Verantwortlichen. Zumal Iraschko-Stolz auch in teaminternen Gesprächen nicht die passenden Worte gefunden hatte. Sportdirektor Mario Stecher bat die 36-Jährige noch in Lillehammer zur Unterredung, die Aktion wird für Iraschko-Stolz auch nicht ohne Folgen bleiben.

"Nach dem was sie gesagt hat, hat sie mit Konsequenzen zu rechnen", kündigt Mario Stecher gegenüber dem KURIER an. Bis Mittwoch will die Verbandsspitze entscheiden, wie mit Iraschko-Stolz nun umgegangen werden soll. Auch eine Pause beim nächsten Weltcup in Klingenthal steht im Raum.

Daniela Iraschko-Stolz hat sich inzwischen bereits für ihr Verhalten entschuldigt. Auf Facebook postete sie ein Foto der gesamten Mannschaft und erklärte ihre Unmutsäußerungen vom Wochenende. "Es tut mir leid, dass ich oft jene Menschen mit überhasteten Aussagen verletze, die nur das Beste wollen. Ich werde die Konsequenzen tragen und daraus lernen", so Iraschko-Stolz.

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