2019 hatte Val d'Isère zu viel Schnee - heuer ist es zu wenig

© APA/AFP/JEFF PACHOUD

Sport Wintersport
11/26/2020

Die nächsten Herren-Riesenslaloms finden in Italien statt

In Val d'Isère ist es zu warm, nun springt Santa Caterina am 5. und 6. Dezember für die französischen Kollegen ein.

Was sich schon am Mittwoch abgezeichnet hatte, ist seit Donnerstagmittag fix: Die nächste Station der Ski-Herren nach dem Parallelbewerb in Zürs am Freitag ist Santa Caterina. Am 5. und 6. Dezember werden dort zwei Riesenslaloms ausgetragen, die an sich der Startschuss zu einem Mammutprogramm in Val d'Isère hätten sein sollen. Doch nach zu viel Schnee, Sturm und Regen im vergangenen Dezember ist es nun viel zu warm in der savoyardischen Skistation.

Zwar hätten die beiden Herren-Riesenslaloms am 5. und 6. Dezember aus Gründen der Wirtschaftlichkeit ohnehin nicht an der steilen Face de Bellevarde stattfinden sollen, sondern auf der Piste Oreiller-Killy, wo sonst die Damen ihre Speedbewerbe austragen. Doch selbst dort konnte in den wenigen Stunden mit Minusgraden noch keine renntaugliche Strecke hergestellt werden - und die Mittagstemperaturen liegen in Savoyen derzeit in 1.850 Metern Höhe um oder über plus zehn Grad.

Die Prognosen sind auch nicht vielversprechend, weshalb das OK um die frühere französische Speedspezialistin Ingrid Jacquemod und die FIS am Tag vor der offiziellen Schneekontrolle beschlossen, diese ersten beiden Herren-Bewerbe abzusagen. In Santa Caterina nahe Bormio waren die Temperaturen zuletzt günstiger zum Beschneien.

Für die Herren ist es Neuland: Noch nie haben sie dort einen Weltcup-Riesenslalom ausgetragen, Abfahrt, Super-G, Kombination und Slalom (Sieger 2016: Marcel Hirscher) hingegen schon. Die Österreicherinnen haben freilich schon einige Erfolge gesammelt - Petra Kronberger (1990), Anita Wacher und Ulrike Maier (beide 1993) wurden gefeiert, letzte Weltcup-Riesenslalomsiegerin war die Slowenin Tina Maze 2005. Den WM-Bewerb im gleichen Jahr holte sich die Schwedin Anja Pärson.

Trübe Aussichten

Wie es danach weitergeht, ist offen. Sollte sich das Wetter in Savoyen nicht grundlegend umstellen, könnten die Herren-Speedbewerbe am 12. und 13. Dezember in Gröden stattfinden, wo der Tross in der darauffolgenden Woche ohnehin wäre. Vorwiegend grün ist ist es auch in Courchevel, wo die Damen am 12. und 13. Dezember zwei Riesenslaloms austragen sollen. Stand Donnerstagmittag deutet sich in den Westalpen erst um den 6. Dezember eine Kältephase an. Ob diese aber nachhaltig ist, ist noch nicht absehbar.

Immerhin sind inzwischen die beiden Damen-Super-Gs am 5. und 6. Dezember in St. Moritz gesichert, auch wenn neben der WM-Piste von 2017 wenig an Winter erinnert.

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