Lars Haugen bekam Glückwünsche von Wiens Sondre Olden

© APA/GERT EGGENBERGER

Sport Wintersport
04/25/2019

Die Klagenfurter Mosaiksteine für den Eishockey-Titel

Petri Matikainen formte mit speziellen Methoden eine kompakte Mannschaft mit einem überragenden Goalie.

von Peter Karlik

Der Start der Klagenfurter in die Meisterschaft war ein durchwachsener: Nach acht Runden gab es vier Siege und vier Niederlagen. Auch das Ende des Grunddurchganges verlief mit fünf Niederlagen in acht Spielen nicht nach Wunsch. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte der KAC ein halbes Dutzend verletzte Spieler.

Darunter auch Nick Petersen. Der 29-jährige Kanadier ist einer jener Spieler, der allein ein Ticketseller sein kann. Im Vorjahr war er bei Berlin und der Top-Scorer im DEL-Play-off. Weil die Lebensqualität am Wörthersee für einen Eishockey-Profi so hoch ist, war er für den KAC erschwinglich und genießt jetzt das Leben mit seiner Tochter in Klagenfurt.

An die Leistung wie im Vorjahr im DEL-Play-off konnte er heuer beim KAC nicht anschließen, aber das kann auch an einer Verletzung liegen, die er sich im Viertelfinale gegen Bozen zugezogen hatte und die nach nur zwei Wochen Pause sicher nicht verheilt ist.

Ein Mosaikstück in der Klagenfurter Erfolgsgeschichte ist natürlich auch Trainer Petri Matikainen. Der Finne hat es geschafft, die Gruppen in der KAC-Mannschaft zu einen. Während Ex-Coach Mike Pellegrims mit seinen cholerischen Anfällen alle Mitarbeiter in den Wahnsinn getrieben hatte und sein Nachfolger Steve Walker nie zur Persönlichkeit wurde, war Matikainen vom ersten Tag an auf das große Ziel fokussiert. Mit Motivationsvideos und Teambuilding-Aktionen schwor er die Spieler auf das Play-off ein. Und er schaffte es, dass sein Team verschiedene Taktiken ausüben konnte. Wurde gegen Bozen im Viertelfinale wenig ansehnlich gespielt und wenig in das Spiel investiert, so stieg das Niveau im Semifinale gegen die offensiv starken Grazer an – der agierte KAC viel offensiver.

 

Wobei das 4:0 gegen Graz dem KAC schmeichelte. Mehrmals standen die Partien an der Kippe und wurden vor allem durch Tormann Lars Haugen gewonnen. Die Goalie-Leistungen sind die größte Differenz zum KAC der vergangenen Jahre. Weil Haugen so sicher ist, konnten die Spieler Selbstvertrauen gewinnen und als Mannschaft das Gewinnen lernen.

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