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31.03.2018

Die Capitals stehen gegen Bozen vor dem EBEL-Aus

Nach dem Rekord- könnte nun der amtierende Meister an Bozen scheitern: Die Südtiroler brauchen nur noch einen Sieg.

Wer hätte das gedacht? Nachdem Bozen im Viertelfinale Vizemeister KAC besiegt hatte, steht jetzt Meister Vienna Capitals auf der Abschussliste.  Nach dem 5:2 am Samstag in Bozen steht es in der Best-of-seven-Serie 3:1 und fehlt den Italienern nur noch ein Erfolg für den Aufstieg.   Die erste Chance hat der Achte des Grunddurchgangs am Ostermontag bei den Capitals (17.30 Uhr).

7200 machten am Samstag aus der ausverkauften Bozener Eiswelle  ein Tollhaus. Auch die zirka 150 Wiener Fans machten von Beginn an lautstark auf sich aufmerksam. 

Den Capitals fehlten mit Holzapfel und Rotter ihre zwei besten Stürmer. Für Rotter rückte Verteidiger Peter in den Sturm auf. Das klappte in den ersten Minuten auch ganz gut. Doch die Bozener waren vor dem Tor entschlossener. Und sie profitierten auch von den Referees, die nur Fouls nur bei den Wiener pfiffen. Tomassoni traf mit einem abgefälschten Schuss zum 1:0 (13.).  33 Sekunden vor der Pause erhöhte Sointu (20.) auf 2:0, 17 Sekunden nach der Pause fälschte Angelidis zum 3:0 ab (21.)  - alles Powerplay-Treffer. „Da waren schon ein paar Fehlpfiffe dabei“, sagte Capitals-Coach Serge Aubin. „Wir suchen keine Ausreden, aber die Strafen haben uns umgebracht.“  Die Caps hatten ihr erstes Powerplay in Minute 47.

Das Timing in den Angriffen, das früher die Wiener so ausgezeichnet hatte, ist plötzlich eine Stärke der Bozener. Die Gastgeber ließen sich auch von zwei Caps-Toren durch Tessier (30.) und Schneider (33.) nicht beunruhigen.  Nur 25 Sekunden vor der zweiten Pause traf Carlisle zum entscheidenden 4:2 (40.). Im Schlussdrittel konnte sich Bozen kaum befreien und scheiterten die Caps mit 24 Torschüssen.

„Wenn man sich die Leistung ansieht, dann erzählt das eine andere Geschichte als die Resultate. Wir hatten 51:19 Torschüsse. Im Siel fünf gegen fünf sind wir das bessere Team“, sagte Aubin. Für Montag kündigte er an: „Es ist noch lange nicht aus. Wir gewinnen am Montag.“ Kapitän Andreas Nödl spürt keinen Druck vor dem Schicksalsspiel: „ Eishockey ist das Spiel, das wir alle lieben. Genau solche Partien wollen wir haben. Wir können befreit aufspielen. An uns glaubt jetzt eh niemand mehr, außer wir in der Kabine.“

Ausgleich in Linz

Ebenfalls rappelvoll war am Samstag die Keine Sorgen Arena in Linz, wo 4865 Fans einen 5:2-Erfolg der Black Wings gegen Salzburg feierten. Damit gibt es zumindest ein sechstes Spiel am Mittwoch in Linz.