Hexenkessel: Die Bozner Eiswelle

© /Peter Karlik

EBEL-Semifinale
03/17/2017

Die Capitals siegen in Bozen nach Überstunden

Die Wiener retteten sich mit Glück in die Verlängerung und setzten sich vor 7012 Fans 3:2 durch.

von Peter Karlik

Die akustischen Druckwellen, die die Fans der Bozner Füchse aussandten, waren gigantisch. Schon als die Südtiroler Spieler zum Aufwärmen kamen, war der Stehplatzsektor im ersten und zweiten Rang der Eiswelle gut gefüllt, als der Puck zum ersten Bully fiel, war er überfüllt. 7012 Fans bedeuteten Rekord in der aktuellen Saison in der Erste Bank Liga.

Die "Figli di Bolzano" – (Söhne Bozens) blieben auch keine Sekunde still, als die Vienna Capitals durch Nödl (7.) in Führung gingen. Im Gegenteil: Es wurde nur noch lauter. Die Leidenschaft der Fans übertrug sich bald auf die personell geschwächte Bozner Mannschaft. Sparks glich im Powerplay aus (12.), und Egger traf nach einer kurzen Druckphase zum 2:1 (31.).

Wiener Ausfall

Ab diesem Zeitpunkt spielten die Bozner, als würden sie auf einer Euphoriewelle surfen. Die Wiener hatten kurz zuvor Verteidiger Bowman nach einem Check verloren, sie kamen nur noch vereinzelt zu Chancen. Und beim 2:2 durch Holzapfel (39.) hatten sie auch Glück, weil sich die Bozner Glenn und Insam davor gegenseitig behindert hatten. Capitals-Coach Aubin zog Peter nach Bowmans Ausfall in die Verteidigung zurück und mischte alle Sturmlinien durch.

Als hätten die Zuschauer in der für die WM 1994 erbauten Arena noch nicht genug gesehen, ging die Partie in die Verlängerung. Dort war Bozen die bessere Mannschaft und hatte eine Vielzahl an hochkarätigen Chancen. Doch getroffen haben nur noch die Capitals: Vause schloss in Minute 87, also im fünften Drittel, ein Solo zum 3:2 ab. Jener Vause, der im Viertelfinale die Capitals in der zweiten Partie in Innsbruck nach 104 Minuten zum 4:3 geschossen hatte.

Salzburger K.o.

Eine kuriose Szene ereignete sich in Klagenfurt: Beim 4:1-Sieg stieß der Salzburger Trattnig mit seinem Teamkollegen Welser so heftig zusammen, dass dieser mit Verdacht auf eine Gehirnerschütterung ins Krankenhaus musste. "Wir sind einfach in die gleich Richtung ausgewichen", sagte Trattnig entschuldigend. Egal, die Salzburger führen in der Serie mit 2:0 und können am Sonntag einen Riesenschritt in Richtung Finale machen.

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