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25.03.2018

Die Capitals gewinnen das erste Halbfinalspiel klar

Die Wiener ließen Bozen beim 4:0 keine Chance. Salzburg hatte beim 3:2 gegen Linz mehr Mühe.

So einen Start ins Semifinale kann sich eine Mannschaft nur wünschen. Die Vienna Capitals besiegten Bozen im ersten Spiel der Best-of-seven-Serie mit 4:0 (1:0, 2:0, 1:0) und machten dabei nicht nur einen guten Eindruck, sondern traten dabei auch sehr dominant auf.

Vor 5550 Zuschauer in der auf der Südseite erstmals blau eingefärbten Erste Bank Arena in Kagran entwickelte sich zu Beginn wie von Caps-Trainer Serge Aubin angekündigt ein Schachspiel.

Die Teams tasteten einander ab, Chancen gab es nur wenige. Die Bozener hatten durch Petan (9.) und Frigo (11.) sogar die besseren. Doch die Capitals waren in den Zweikämpfen stärker und spielten strukturiert ihre Angriffe. Ein taktisches System  war bei den Südtirolern nicht zu erkennen –  nicht einmal eine besonders gute Defensive, die gegen den KAC zum Erfolg im Viertelfinale geführt hatte. Und im Spielaufbau hatte das Team von Kai Suikkanen  gar große Probleme.

Und die Capitals schlugen in den richtigen Momenten zu. Nach einem Schuss von Brocklehurst reagierte Nödl am schnellsten und bugsierte den freiliegenden Puck 17,3 Sekunden vor der Pausensirene zum 1:0 ins Tor.

Stark in Überzahl

Und bei ihrem ersten Powerplay zeigten die Wiener  ihre Stärke in Überzahl. Angelidis musste wegen eines Ellbogenchecks auf die Strafbank, 19 Sekunden später erhöhte Pollastrone nach einem Abpraller auf 2:0 (24.).  Pollastrones Schuss war in diesen 19 Sekunden schon der dritte der Wiener.

Noch vor der zweiten  Drittelpause legten die Caps nach: Schlitzohr McKiernan spielte sehr scharf in die Tiefe auf Bozen-Verteidiger Tomassoni, der Puck sprang von ihm genau in den Lauf von Schneider, der Bozen-Goalie   Tuokkola zum 3:0 bezwang (36.).  Der ehemalige Capitals-Goalie machte im Bozener Tor keinen besonders sicheren Eindruck.

Was die Capitals am Dienstag in Bozen erwarten wird, war dann nach dem 4:0 durch Fischer (51.) zu sehen. Die Südtiroler wollten sich mit Härte Respekt verschaffen. Doch auch davon ließen sich McKiernan, Lakos und Co. nicht schrecken. „Am Ende haben sie versucht uns zu provozieren, aber wir sind ruhig geblieben. Kein Vergleich zu den Partien gegen Innsbruck“, sagte Peter Schneider, mit einem Tor und zwei Assists der Mann des Abends.

Für Capitals-Coach Serge Aubin war die Partie „die beste des Play-offs. Wir waren diszipliniert und haben unsere Chancen genützt. Da war sehr viel positiv.“  Analysieren wird er das Spiel erst am Montag im Bus, denn schon in der Früh geht es nach Bozen.

Auch Salzburg gewinnt

Salzburg hat im zweiten Semifinale gegen Linz den ersten Sieg eingefahren. Obwohl die Linzer vor 1000 mitgereisten Fans im Salzburger Volksgarten zweimal in Führung gingen, gewann Salzburg 3:2 (0:1, 2:1, 1:0). Der wiedergenesene Raffl vergab auch  einen Penalty.

Vienna Capitals - HCB Südtirol 4:0 (1:0,2:0,1:0). Tore: Nödl (20.), Pollastrone (24./PP), Schneider (36.), Fischer (51.). Stand in der Serie: 1:0

Red Bull Salzburg - EHC Liwest Black Wings Linz 3:2 (0:1,2:1,1:0). Tore: Duncan (23./PP), Stajnoch (34.), Harris (42.) bzw. DaSilva (15.), Spannring (26.). Stand in der Serie: 1:0.

Nächste Spiele, Dienstag, 27. März: HC Bozen Südtirol - Vienna Capitals (19.15), Linz - Salzburg (20.20).