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Sport Wintersport
12/06/2020

Corona-Hotspot Skisprungteam: Weitere vier ÖSV-Adler positiv

Daniel Huber, Jan Hörl, Thomas Lackner und Manuel Fettner wurden in Nischnij Tagil positiv getestet. Dem ÖSV-Team drohen mehrere Tage Quarantäne in Russland.

von Christoph Geiler

Im österreichischen Adlerhorst grassiert weiter das Corona-Virus. Nachdem vor einigen Tagen bereits mit Cheftrainer Andreas Widhölzl, Gregor Schlierenzauer, Philipp Aschenwald, Stefan Kraft und Michael Hayböck positiv getestet worden waren, kommt nun aus Russland die nächste Hiobsbotschaft.

Im Rahmen des Weltcups in Nischnij Tagil wurden vier weitere österreichischen Athleten positiv getestet: Daniel Huber, der am Samstag im ersten Springen Zweiter geworden war, Thomas Lackner, der mit dem vierten Rang aufgezeigt hatte, sowie Jan Hörl und Manuel Fettner.

Rückzug der Mannschaft

Alle vier infizierten Skispringer sind laut ÖSV-Informationen symptomfrei. Der Skiverband zog vorsorglich seine Mannschaft vom zweiten Weltcupspringen am Sonntag in Nischnij Tagil zurück. Auch Markus Schiffner und Maximilian Steiner, deren Tests negativ waren, müssen damit am Boden bleiben.

Der ÖSV hat nun das Horrorszenario, das alle im Verband vermeiden wollten. In Russland gelten besonders strenge Corona-Quarantänemaßnahmen. Der gesamten Delegation droht ein mehrtägiger ungewollter Aufenthalt in Nischnij Tagil.

Das hat auch Auswirkungen auf den ersten Saisonhöhepunkt, die Skiflug-WM in Planica, die am Donnerstag mit dem Training beginnt. Stand jetzt ist unklar, mit welchen Springern die Österreicher dort vertreten sein werden.

ÖSV lotet Optionen aus

Wie Mario Stecher im ORF-TV-Interview erklärte, werden nun die Möglichkeiten für das ÖSV-Team in Nischnij Tagil ausgelotet. Sollte die Quarantäne in Russland notwendig sein, werde man versuchen, diese bestmöglich abzukürzen. Vielleicht sei aber auch ein Flug in die Heimat für die Athleten und Betreuer möglich, sagte der Sportliche Leiter. "Für dieses in Russland befindliche Team ist die Skiflug-WM definitiv gelaufen. Aber wir haben noch starke Springer hier", meinte Stecher.

Man habe immer noch die Möglichkeiten, gut aufgestellt zur WM nach Planica anzureisen, Montag würden in Innsbruck und Salzburg die notwendigen, abschließenden PCR-Tests anstehen. So auch für Gesamtweltcupsieger Stefan Kraft, der sich mit einem Video aus dem "Hausarrest" meldete.

Übrigens: Auch FIS-Renndirektor Sandro Pertile wird die WM verpassen. Der Italiener wurde ebenfalls positiv getestet.

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