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04.03.2012

Biathlon-WM: Mesotitsch wieder Vierter

Zur Halbzeit des Rennens war der Österreicher in Führung gelegen, am Ende wurde es der zweite 4. Platz in Folge.

Es ist nur ein schwacher Trost für Daniel Mesotitsch, dass sich in Ruhpolding die meisten Schulterklopfer um ihn scharten. Ob Konkurrent oder Kollege, alle wollten jenen Mann aufmuntern, der bei der Biathlon-WM einen Titel errungen hat, für den es keine Medaille gibt: Daniel Mesotitsch, 35, ist Weltmeister der Pechvögel – Serienweltmeister.

Nach seinem vierten Platz im Sprint-Bewerb am Samstag kam der Österreicher in der Verfolgung abermals als Vierter ins Ziel. Sein erstes Blech hatte Mesotitsch noch mit Freude registriert und als Bestätigung für seine Hochform interpretiert, der zweite vierte Platz innerhalb von 24 Stunden ging dem Kärntner nur mehr auf die Nerven. "Das zipft mich an", gestand Daniel Mesotitsch, der während des gesamten Rennens die Medaille im Visier hatte und nach dem zweiten fehlerfreien Liegend-Schießen sogar kurzzeitig das Feld angeführt hatte.

Die Entscheidung zuungunsten des 35-Jährigen fiel beim Stehend-Anschlag, wo sich Mesotitsch zwei Fehler erlaubte und in der Strafrunde wichtige Zeit verlor. "Dort habe ich leider nicht meine Leistung abrufen können", erklärt der Österreicher. Auf der Schlussrunde wurde er noch vom Russen Anton Schipulin abgefangen und vom dritten Platz verdrängt, während vorne Martin Fourcade (Fra) zur zweiten Goldmedaille lief. "Ein Fehler weniger und ich hätte eine Medaille geholt", weiß Mesotitsch, der abermals als Alleinunterhalter auftrat. Außer ihm kam kein ÖSV-Biathlet unter die ersten 30. Beim Einzelbewerb (Dienstag) ist Blech-Vogel Mesotitsch wohl die einzige Medaillenhoffnung. "Beim 20er bin ich Mitfavorit."

 

1. Martin Fourcade (FRA) 31:54,2 (4 Strafrunden)
2. Carl Johan Bergman (SWE) +0:05,2 (2 Strafrunden)
3. Anton Schipulin (RUS) +0:22,1 (1 Strafrunde)
4. Daniel Mesotitsch (AUT) +0:28,4 (2 Strafrunden)
5. Emil Hegle Svendsen (NOR) +0:45,4 (4 Strafrunden)
6. Simon Fourcade (FRA) +0:53,0 (3 Strafrunden)
7. Tarjei Bö (NOR) +0:59,3 (3 Strafrunden)
Weiter
31. Dominik Landertinger (AUT) +2:35,5 (4 Strafrunden)
34. Simon Eder (AUT) +2:45,7 (2 Strafrunden)
42. Christoph Sumann (AUT) +3:20,5 (2 Strafrunden)