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Sport | Wintersport
03/15/2019

3:4 in Znaim - erste Capitals-Niederlage nach zwölf Siegen

EBEL-Viertelfinale: Die Wiener verloren das zweite Spiel der Serie mit 3:4. Der KAC siegte in Bozen nach 121 Minuten.

Es steht unentschieden im Viertelfinalduell der Capitals mit Znaim. Nach dem 7:0-Kantersieg am Mittwoch mussten sich die Wiener am Freitag den Tschechen 3:4 geschlagen geben.

Mehr als 400 Fans begleiteten die Wiener über die Grenze. Nach dem Feuerwerk im Heimspiel begannen die Wiener eher verhalten und wollten erst einmal hinten absichern. Das gelang auch. Und mit zwei Distanzschüssen von Wall (8., 13.) gingen die Capitals auch 2:0 in Führung.

 

Die Znaimer agierten in der Folge riskanter und aggressiver. Selbst, wenn die Referees abgepfiffen hatten, wurde nachgestochert. Besonders Caps-Goalie Jean-Philippe Lamoureux sollte so aus der Konzentration gebracht werden. Das führte auch zum Erfolg: Lattner traf im Powerplay zum 1:2 (18.), in der Euphorie gelang Stretch nur 40 Sekunden später das 2:2 (19.). Weil der Amerikaner den Wiener Dorion von den Capitals mit der Pausensirene völlig unnötig in die Bande checkte, entwickelte sich ein Handgemenge größeren Ausmaßes, das die Schiedsrichter nur schwer kontrollieren konnten.

 

Im zweiten Drittel dominierten die Znaimer die Capitals und hatten eine Menge guter Chancen. Die Caps-Führung durch Vause war noch ein Geschenk von Znaim-Goalie Lassila (23.). Nach einer weiteren guten Chance von Vause drehte Znaim angetrieben von 4500 lautstarken Zuschauern auf. Kalus glich zum 3:3 aus (36.), wenig später traf Spacek zur 4:3-Führung.

Die Wiener mussten taktisch vorsichtiger agieren, damit Znaim nicht mehr solche Druckphasen aufbauen konnte. Und das gelang auch. Es entwickelte sich ein spannender, wenngleich nicht hochklassiger Schlussabschnitt. Brenzlige Situationen gab es hüben wie drüben. Tore fielen aber keine mehr, es blieb beim 3:4 aus Wiener Sicht.

Wiens Kapitän Andreas Nödl sagte sehr kritisch: „Das war grottenschlecht von uns. Mit so vielen Fehlern kann man gegen eine offensiv gute Mannschaft wie Znaim nicht gewinnen.“

Trainer Dave Cameron sagte: „Meine Befürchtung war, dass wir nach dem 7:0 den Fuß vom Gas nehmen. Und genau das ist nach der 2:0-Führung passiert. Aber man muss auch sagen: Znaim war zielstrebiger, hat mehr Zweikämpfe gewonnen und hat verdient gewonnen.“

Das dritte Spiel der best-of-seven-Serie findet am Sonntag zur familienunfreundlichen Zeit um 19.15 Uhr wieder in Wien statt.

Rekordspiel in Bozen

Salzburg stellte mit einem 3:2-Overtime-Sieg über Fehervar ebenso auf 1:1 in der Serie wie Linz gegen Graz (4:3). Der KAC ist das einzige Team, das 2:0 führt. Dafür mussten die Klagenfurter aber ein Rekordspiel absolvieren. Denn das 4:3 von Bischofberger fiel erst in der 121. Minute. Die längste Partie davor war nach 111 Minuten entschieden.