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Sport
04/20/2021

Williams, Annerl und Co: Wenn Frauen im Sport die Führung übernehmen

Von Präsidentinnen und Teamchefinnen: Welche Frauen die typischen Stereotype im Sport durchbrochen haben.

von Silvana Strieder, Florian Plavec

Gerade in der Welt des Motorsports waren Frauen jahrzehntelang nur optischer Aufputz. Das hat sich geändert. Die Grid-Girls sind Geschichte, immer wieder übernehmen Frauen Führungsrollen. Auch in der Formel 1. So leitete etwa die in Indien geborene Österreicherin Monisha Kaltenborn ab 2012 das Schweizer Sauber-Team und wurde die erste Teamchefin in der Formel 1. Kurz darauf wurde Claire Williams als stellvertretende Teamchefin von Williams vorgestellt. Offiziell war ihr Vater Frank Williams der Chef, doch Claire leitete de facto das Team. Ihr Amt legte sie im September 2020 zurück.

Die ehemalige Rennfahrerin Susie Wolff, die Frau von Mercedes-Teamchef Toto Wolff, ist Teilhaberin und aktuelle Teamchefin von Venturi in der Formel E.

Eine der einflussreichsten weiblichen Führungspersönlichkeiten im Sport aus Großbritannien ist Karren Brady. Mit 23 Jahren übernahm sie, als die bis dato jüngste britische Geschäftsführerin, den englischen Fußballklub Birmingham City. Seit 2010 ist sie stellvertretende Vorsitzende von West Ham United. Brady wurde 2014 zur Baroness ernannt.

Premier League - West Ham United v Chelsea

Beim Weltfußballverband FIFA ist mit der Generalsekretärin und senegalesischen Sportfunktionärin, Fatma Samba Diouf Samoura eine Frau in der Führungsebene. 2020 wurde sie vom Forbes-Magazin in die Liste der 50 mächtigsten Frauen Afrikas gewählt.

In der österreichischen Bundesliga werden zwei Vereine von Präsidentinnen geführt: Beim TSV Hartberg hat Brigitte Annerl seit 2017 das Sagen. Unter der Führung der Gründerin eines Pharma-Unternehmens stieg der Verein bis in die Bundesliga auf. 2020 spielte Hartberg erstmals im Europacup.

Und WSG Tirol schaffte mit Präsidentin Diana Langes-Swarovski den Aufstieg in die Bundesliga. Ihre entfernte Verwandte Elisabeth Swarovski ist Präsidentin der Footballer der Swarco Raiders Tirol.

In Österreich werden gerade einmal zwölf Prozent der Verbände von einer Präsidentin geführt. Etwa der Pferdesportverband von Elisabeth Max-Theurer und der Eiskunstlaufverband von Christiane Mörth.

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