Sehr zum Wohl: Titelverteidiger Primoz Roglic auf der Schlussetappe der Vuelta 2020

© EPA/Kiko Huesca

Sport
08/14/2021

Vuelta 2021: Der nächste Akt bei den slowenischen Festspielen

Primoz Roglic hat bei der Vuelta a España den dritten Sieg in Folge im Visier. Auch drei Österreicher stehen am Start.

Mit einem 7,1 Kilometer kurzen Einzelzeitfahren wird am Samstag die 76. Spanien-Rundfahrt eröffnet, und einmal mehr wird Zeitfahr-Olympiasieger Primoz Roglic im Fokus stehen: Wie 2019 und 2020 hat der 31-jährige Slowene den Gesamtsieg zum Ziel. Drei Erfolge in Serie hat zuletzt der Spanier Roberto Heras geschafft (2003 bis 2005), er löste mit einer positiven Dopingprobe auch die Affäre um den Frauen- und Dopingarzt Eufemiano Fuentes aus.

Vermutungen zufolge war Heras vor der vorletzten Etappe der Vuelta 2005 irrtümlich Blut eines anderen Sportlers zugeführt wurden, das mit dem Blutdopingmittel EPO verunreinigt war. Der Sieg wurde ihm aberkannt, 2012 aber letztinstanzlich wieder zugesprochen, denn die Dopingproben waren nicht den Vorschriften entsprechend gelagert worden. Zum Drüberstreuen erhielt Roberto Heras 2017 724.000 Euro Schadenersatz vom spanischen Radsportverband und vom spanischen Sportrat.

Primoz Roglic wiederum darf sich freuen, dass sich sein Landsmann Tadej Pogacar von Spanien fernhält – der zweifache Tour-de-France-Sieger bereitet sich auf die Straßen-WM in Belgien vor, wo er jenes Gold holen will, das er bei Olympia in Tokio knapp verpasst hatte.

Starkes Duo aus Südamerika

Die Hauptkonkurrenten kennt Jumbo-Visma-Profi Roglic bestens: Giro-Sieger Egan Bernal aus Kolumbien und Richard Carapaz aus Ecuador (Giro-Sieger 2019) sollen für Ineos die erste Vuelta seit Chris Froome 2017 holen. Klar ist: Mit neun Bergankünften und einem 33,8-Kilometer-Zeitfahren am letzten Tag wird es ein harter Kampf bis zum 5. September.

Mit Felix Großschartner tritt der Neunte des vergangenen Jahres hoffnungsvoll in die Pedale, assistiert vom Tiroler Vuelta-Debütanten Patrick Gamper im Dress von Bora-hansgrohe. Zuletzt war der Oberösterreicher auf Sardinien und Mallorca, „da habe ich eine gute Hitzeanpassung gehabt, das ist sicher ein wichtiger Faktor“, wie der 27-Jährige erklärte. Für das Auftaktwochenende in Burgos werden Temperaturen bis 38 Grad erwartet, kommende Woche soll die Hitzewelle dann enden. Vorteil Großschartner: „Im letzten Jahr kam ich aus der Tour de France raus zur Vuelta. Heuer konnte ich meine Form neu aufbauen."

Debütant und Pechvogel

Für Alpecin-Fenix ist mit Tobias Bayer ein weiterer Debütant dabei, der 21-jährige Oberösterreicher bestreitet in Spanien seine erste Grand Tour. Zuletzt hat er auf der Burgos-Rundfahrt aufgezeigt, die die Ambitionen von Gregor Mühlberger (Movistar) allerdings abrupt beendete – Bruch der linken Elle bei einem Sturz. Der Niederösterreicher sollte damit endlich alles Pech für dieses Jahr aufgebraucht haben, nachdem ihn im Frühjahr eine Hirnhautentzündung zur Passive gezwungen hatte.

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