Sport
06/22/2019

U-21-EM: Die Mutmacher vor dem Deutschland-Spiel

Österreichs Team verarbeitete die Niederlage gegen Dänemark und blickt schon seit Freitag auf das finale Duell mit Deutschland.

Hoch lebe das Prinzip Hoffnung: Österreichs Unter-21-Team macht sich mit der Mathematik Mut, die besagt, dass in dieser Gruppe nach dem 1:3 gegen Dänemark sogar noch der Gruppensieg möglich wäre. Die Sensation würde mit einem Sieg über die Deutschen am Sonntag in Udine gelingen, wenn gleichzeitig die Dänen gegen Serbien keinen Sieg schaffen. Graue Theorie mit Variablen, die man gar nicht beeinflussen kann.

Die Realität sieht Österreich in der krassen Außenseiterrolle, wie auch Teamchef Werner Gregoritsch deutlich anspricht. „Wir wollen einen guten Gegner abgeben, die Burschen sollen zeigen, was sie können.“ Klingt nicht nach einer Kampfansage, die aber nach dem 1:3 gegen Dänemark auch deplatziert wirken würde. Am Freitag stand Regeneration auf dem Programm, Gregoritsch gab seinen Spielern dann frei. Allerdings durften sie nicht in die nahegelegenen Badeorte Grado oder Lignano fahren – man wollte tunlichst eine schiefe Optik verhindern.

Vorbereitung in Cormons auf die Deutschen.

Die Speerspitze: Teamchef Werner Gregoritsch ging im Training unter die Leichtathleten. Das WM- hat er knapp verfehlt. Angeblich.

Der Teamchef mit Anweisungen für seine Spieler.

Präsident Leo Windtner als aufmerksamer Beobachter des Trainings.

Rotation

Mit körperlicher und geistiger Frische möchte man den Deutschen entgegentreten, der Teamchef kündigte schon an, neue Spieler einzusetzen. „Wir wollen die Leute begeistern.“ Vorausgesetzt, man lässt sich nicht wieder taktisch überraschen.

ÖFB-Präsident Leo Windtner schaute auch beim Vormittagstraining vorbei, solidarisch mit den Spielern in kurzen Hosen. „Schade, dass wir gegen starke Dänen das Glück nicht beim Schopf packen konnten. Die Aufgabe ist jetzt viel schwieriger geworden, aber das Ziel ist noch erreichbar. Wenn wir von Beginn an in die Gänge kommen, dann ist das scheinbar Unmögliche vielleicht doch noch realisierbar“, ist Windtner überzeugt.

Sascha Horvath ist der einzige Spieler, der in beiden Spielen überzeugen konnte. Er hofft auf das Wunder: „Der Glaube ist da, auch wenn Deutschland eine sehr starke Mannschaft ist.“ Was für Österreich spricht? „Wir haben gute Einzelspieler. Und vielleicht nehmen sie uns ja jetzt auch nicht mehr so ernst.“