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Sport Tennis
09/28/2021

Da schau her! Beim Traditionsturnier beginnt ein neues Zeitalter

In der Wiener Stadthalle schlägt die künftige Generation um Tsitsipas auf. Zudem feiert der Heumarkt sein Debüt im Tennis.

von Harald Ottawa

In Wien beginnt die Tennis-Zukunft. Nicht nur, was die Hauptdarsteller beim Erste Bank Open betrifft, sondern erstmals auch den Nebenschauplatz. Mit der Qualifikation startet am 23. Oktober ein Tennisfest, das es seit 1974 gibt und für das sich Turnierboss Herwig Straka heuer viel einfallen ließ.

Die Topspieler

Der Steirer kann mit Ausnahme des Russen Daniil Medwedew die neue Generation an Superstars präsentieren. „Es gibt im Tennis eine Wachablöse, von den Top 7 in Wien ist keiner älter als 25.“ Angeführt vom griechischen Ranglisten-Dritten Stefanos Tsitsipas sind mit dem deutschen Olympiasieger Alexander Zverev, dem Italiener Matteo Berrettini und dem Norweger Casper Ruud vier aktuelle Top-Ten-Spieler dabei.

Zum Turnierstart werden es noch mehr sein, da nach dem Millionenturnier von Indian Wells (7. bis 17. Oktober) Österreichs verletztes Tennis-Ass Dominic Thiem und Roger Federer aus den ersten Zehn rausfliegen. Mit dem Kanadier Felix Auger-Aliassime (21), dem Polen Hubert Hurkacz (24) oder dem Italiener Jannik Sinner (20) stehen weitere Youngsters auf dem Sprung, die in der Stadthalle dabei sind. „Das Feld ist zum Zungenschnalzen. Es ist wichtig, Jugendlichen Tennis auf höchstem Niveau zu präsentieren“, sagt Jürgen Melzer, ÖTV-Sportchef und 2009 und 2010 Wien-Champ.

Tsitsipas hat einiges gutzumachen, er scheiterte 2020 früh. Die Vorfreude beim 23-Jährigen ist dennoch groß. „Das Hotel ist toll und das Turnier wunderbar organisiert.“ Auch zur Toilette für etwaige Pausen (zuletzt machte er sich mit längerem Fernbleiben vor allem bei den US Open keine Freunde) hat er es vom Centrecourt nicht weit. Was für Straka indes nicht unbedeutend war: Einige Stars brauchen noch Punkte für den Start beim ATP-Finale, stellten somit keine unverschämten Startgeld-Forderungen.

Der Altstar

Drei Wild Cards darf Straka vergeben. Eine geht an die ehemalige Nummer eins Andy Murray (34), der in der Stadthalle 2014 und 2016 den Titel geholt hat und langsam wieder um den Anschluss kämpft. Eine zweite an den italienischen Shooting Star Lorenzo Musetti. Ob die dritte an einen Lokalmatador gehen wird, ist eher anzuzweifeln, die zusammengelegten Preisgelder der Österreicher würden wohl nicht einmal für VIP-Tickets reichen. „Ihre Leistungen waren überschaubar“, sagt Straka, der eher an Spaniens Jungstar Carlos Alcaraz denkt.

Das Ambiente

Heuer gibt es eine große Verschiebung. Das betrifft aber keine Matches, sondern einen ganzen Platz. Der Match-Court 2 wird erstmals von der Stadthalle auf den Heumarkt verlegt. Mit 10 Euro ist man zwei Stunden dabei, bleibt man länger zahlt man – wie beim Prinzip Parkgarage – drauf. „Wir wollen Menschen in der Stadt zum Tennis bringen, wie Jugendliche oder jene, die in der Mittagspause vorbeischauen wollen“, sagt Straka. Nicht nur Matches sind zu sehen, die Stars werden dort auch trainieren.

Die Zuschauer

Die 2-G-Regel in Wien bei Veranstaltungen ab 500 Gästen kam Turnierboss Straka sogar entgegen. „Wir blicken einem sehr sicheren Turnier entgegen und können mit einem vollen Haus rechnen. Das Interesse ist sehr hoch.“ Im Vorjahr konnte man kaum planen, am Ende durften pandemiebedingt nur 1.000 Fans pro Session in die Stadthalle.

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