Magischer Moment: Der Serbe Novak Djokovic (li.) besiegt den Spanier Rafael Nadal (Nummer eins der Tennis-Welt) beim ATP-Finale in London.

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Tennis-Finale
11/12/2013

„Wir treiben einander ans Limit“

Novak Djokovic und Rafael Nadal haben die Tennis-Welt 2013 geprägt - Fortsetzung folgt.

Am Ende einer Tennis-Saison der Extraklasse regnet es blau-weiße Konfetti für Novak Djokovic. Stolz und glücklich sah der 26-jährige Serbe aus, als er den silbernen Pokal in die Höhe stemmte. Fast ein wenig ungläubig. Im Hintergrund klatschte Rafael Nadal Beifall. „Er war viel besser als ich“, zollte der Spanier seinem Dauerrivalen Tribut, der ihn klar 6:3, 6:4 besiegt hatte. Im 39. Duell der Ausnahmespieler hatte sich Djokovic am Montagabend in der Londoner O2-World zum 17. Mal durchgesetzt und seinen Titel beim ATP-Finale der besten acht Profis verteidigt.

Nadal, 27, beendet seine Comeback-Saison dennoch als Nummer eins der Tennis-Welt – zum dritten Mal nach 2008 und 2010.

Duell des Jahres

Novak Djokovic gegen Rafael Nadal – eigentlich konnte es kein anderes Finale zum Abschluss des Tennis-Jahres geben. Das Duell der beiden weltbesten Spieler hatte die Saison geprägt. Und es wird 2014 weitergehen.

„Wir treiben einander ans Limit“, so beschreibt Djokovic das besondere Verhältnis zu Nadal. „Wir machen uns gegenseitig zu besseren Spielern, lassen uns hart an unserem eigenen Spiel arbeiten“, sagte der Serbe, der mit seinem Triumph beim Finale in diesem Jahr die Grenze von zehn Millionen Dollar Preisgeld durchbrach.

„Wir befinden uns in einem besonderen Moment der Tennis-Geschichte“, stimmt auch Rivale Nadal zu. „Ich will nicht sagen, dass es ein besserer Moment ist als andere, aber es ist auf jeden Fall ein ganz spezieller.“

Duell der Zukunft

Djokovic und Nadal dominieren ihren Sport auf eine besondere Art und Weise: Selbst zu Zeiten der epischen Duelle zwischen John McEnroe und Björn Borg oder Pete Sampras und Andre Agassi war das nicht in dieser Form der Fall. Drei von vier Grand-Slam-Titeln gingen heuer an die zwei Größten der Gegenwart. Nadal siegte in Paris und New York, Djokovic triumphierte in Melbourne.

Nur in Wimbledon brach Andy Murray in die Phalanx der zwei Alleinherrscher ein, zuletzt plagten ihn aber Rückenschmerzen. Auch Rekord-Grand-Slam-Sieger Roger Federer (17) erreichte das hohe Niveau der beiden Superstars nur noch selten. Und der Spanier David Ferrer bestach zwar durch beeindruckend konstante Leistungen, auf einen großen Titel wartet er aber noch. Als Nummer drei der Welt hat Ferrer knapp halb so viele Punkte wie Djokovic gesammelt.

22 Mal verließ die Nummer zwei zuletzt den Platz als Sieger. Djokovic triumphierte in Peking, Schanghai, Paris und London. 75 Partien und zehn Turniere hat Nadal seit seiner Rückkehr im Februar gewonnen. Man darf also gespannt sein, wie die Tennis-Geschichte weitergeht: Die Fortsetzung ist garantiert, der Ausgang offen.

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