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Sport

Sportland Luxemburg: Ein Ski-Held und ein Thiem-Bezwinger

Der Zwergstaat hat einige Sportgrößen hervorgebracht. Ein Luxemburger hat 2010 sogar die Tour de France gewonnen.

von Christoph Geiler

11/11/2020, 02:30 PM

Luxemburg ist in Sachen Spitzensport keineswegs ein Niemandsland. Der Zwergstaat hat schon einige Sportler von internationalem Rang und Namen hervorgebracht. Als Österreicher fällt einem wohl als erstes Marc Girardelli ein. Nach einem Streit mit dem ÖSV war der Vorarlberger zum luxemburgischen Verband gewechselt und hatte danach eine sensationelle Ski-Karriere hingelegt.

Gleich fünf Mal gewann der Allrounder Girardelli zwischen 1985 und 1993 den Gesamtweltcup und ist damit hinter Marcel Hirscher (8 Siege) die Nummer zwei der Bestenliste. Mit vier WM-Titeln und 46 Weltcupsiegen ist er einer der erfolgreichsten Läufer der Ski-Geschichte. Dazu gehört der heute 57-Jährige zum erlauchten Kreis jener Sportler, die in allen Disziplinen gewonnen haben.

Luxemburg ist seit jeher aber auch für seine Radsportler bekannt. Charly Gaul (1932 - 2005) war in den 1950er-Jahren einer der großen internationalen Radstars und gewann die Tour de France (1958) und zwei Mal den Giro d'Italia (1956, 1959).

2010 konnte sich dann mit Andy Schleck ein weiterer Radfahrer aus Luxemburg in die Siegerliste der Tour de France eintragen. Der heute 35-Jährige wurde nachträglich zum Sieger erklärt, nachdem Alberto Contador (ESP) des Dopings überführt worden war. Dazu gewann Schleck 2009 den Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich.

Sein älterer Bruder Fränck Schleck (40) war ebenfalls erfolgreich: 2006 siegte er beim Amstel-Gold-Race, 2010 gewann er die Tour de Suisse, ehe er eine Dopingsperre absitzen musste.

Mit Bob Jungels, 2018 Erster beim Klassiker Lüttich-Bastogne-Lüttich, hat Luxemburg aktuell erneut einen Radprofi von Weltklasseformat. Christine Majerus holte 2017 WM-Gold im Mannschaftszeitfahren.

Es gibt sogar einen luxemburgischen Tennisspieler, der Dominic Thiem auf der Abschussliste hat. Gilles Müller, einst Nummer 21 der Welt, besiegte 2016 den Österreicher. Als einer der wenigen Tennisprofis hat er gegen Thiem keine negative Bilanz - 1:1.

Auch in der Leichtathletik schrieb ein Luxemburger Sportgeschichte. Joseph „Josy“  Barthel (1927- 1992) wurde 1952 Olympiasieger im 1.500-Meter-Lauf. Nach ihm ist auch das Stadion benannt, in dem Österreich auf Luxemburg trifft.

Und dann ist da noch Kugelstoßer Bob Bertemes, dessen Bestmarke bei beachtlichen 22,22 Metern liegt. Im Vergleich mit dem Kraftprotz können sich die österreichischen Leichtathleten die Kugel geben.

Im Jahr 2020 schleuderte der stärkste Österreicher die Kugel auf  . . . 15,44 Meter.

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