© KURIER/Jeff Mangione

Box-Countdown
04/11/2013

Nader: "Ich war noch nie so gut vorbereitet"

Der Wiener bekommt am Samstag die zweite Chance auf den EU-Titel im Mittelgewicht.

von Harald Ottawa

Der Gegner von Marcos Nader in Schwechat ist wie schon im November der Spanier Roberto Santos (22.50 Uhr/live ATV, Kommentator: Bergmann). Der erste Kampf zwischen den beiden endete Remis, Sanchez blieb im Besitz des GĂĽrtels. Mit seinem Trainer Otto Ramin besuchte der Wiener den KURIER und plauderte ĂĽber seine groĂźe Titelchance.

KURIER: Wie war die Vorbereitung? Noch besser als vor dem Kampf im November?
Marcos Nader:
Wir haben verstärkt am explosiven Schlag, an der Dynamik gearbeitet. Das war beim letzten Kampf schon okay, aber noch nicht sehr gut. Aber ja, ich war noch nie so gut vorbereitet.

Gibt es bei uns keine Aufbaugegner, weil Sie in Deutschland trainiert haben?
Dort habe ich Partner, die mich ideal auf den D-Day vorbereiten. Dort habe ich Gegner, die ähnlich wie Roberto Santos boxen.

Noch Wut im Bauch nach der Entscheidung der Punkterichter nach dem ersten 12-Runden-Kampf der Karriere?
Nein. Dieses Mal werde ich eben noch besser sein, damit die Punkterichter gar keine Zweifel mehr haben.

Der Kampf steigt um 22.50 Uhr. Wie sieht Ihr Kampftag, der Samstag, generell aus?
Nach dem Frühstück gibt es um 11 Uhr leichtes Training, am Nachmittag folgt ein Spaziergang und ein Schläfchen in einem Hotel in Schwechat, das wir am Freitag beziehen. Um 21.15 Uhr werden wir in der Halle sein, eine Viertelstunde später folgt das Tapen.

Box-Experte Sigi Bergmann sagt, Sie hätten alle Anlagen, um der nächste österreichische Boxheld zu werden? Was unterscheidet Sie – außer der Gewichtsklasse – etwa von Hans Orsolics? (Orsolics war Europameister im Halbweltergewicht und im Weltergewicht, Anmerkung)
Die einzige Parallele zwischen mir und Orsolics ist die Nationalität, wir sind beide Österreicher. Ich bin technisch besser, Orsolics war der Wühler, der Kämpfer. Aber es freut mich, dass die Leute viel von mir erwarten.

Ihr Vater ist Präsident des Box-Verbandes, Bruder Daniel gehört das Boxstudio Bounce. Ist der heimische Boxsport ein Familienbetrieb?
Nein. Aber ich bin das ganze Leben fĂĽr den Boxsport unterwegs, mein Bruder das halbe. Mein Vater ist Bauleiter und der Quereinsteiger.

Orsolics wurde in der Stadthalle Europameister. Warum wird nicht in Wien geboxt?
Der Boxstall Sauerland hat mit dem Multiversum eine tolle Halle gefunden, ich hoffe, dass jetzt noch mehr Fans kommen. In Wien musst du, wie in der Schultz-Halle oder in der Stadthalle, schon weit voraus buchen.

Haben Sie ein Vorbild?
Jeder Boxer hat wohl ein Bild von Muhammad Ali an der Wand hängen. Beeindruckend war sein Stil, seine Cleverness und seine Schnauze. Aber ein richtiges Vorbild in dem Sinne habe ich keines.

Sie sind 23 Jahre, wohin fĂĽhrt die Reise noch. Zum Europameistertitel oder noch weiter?
Am Samstag hole ich meinen ersten groĂźen Titel. Erst danach denke ich weiter.

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