© Agentur Diener/Juergen Wassmuth

Sport
03/05/2020

Salzburg: Warum die Krise zu keinem schlechten Zeitpunkt gekommen ist

Sechs Mal Meister in Folge, sechs Cup-Endspiele in Folge – noch lebt die Chance auf weitere Titel.

von Günther Pavlovics

Salzburg gegen LASK (20.45 Uhr, den Liveticker gibt es auf kurier.at/sport) wäre ein würdiges Cup-Finale. Doch das Los wollte es, dass die beiden besten Teams dieser Saison schon im Semifinale aufeinander treffen. Die Linzer sind sportlich auf Wolke sieben – Europacup gegen Manchester United und Liga-Primus.

Die Salzburger starteten ins Jahr 2020 mit einer Niederlage gegen den LASK und damit in eine Krise. Wenn schon Krise, dann jetzt. Denn:

Trainer Jesse Marsch sagt: „Der Effekt dieser Niederlage ist größer als ich gedacht habe.“ Kommen seine Spieler aber heute weiter, dann wären sie weiter auf Kurs in Richtung Titel Nr. 12 und 13 seit 2014.

Punkteteilung

Sechs Punkte beträgt der Rückstand auf den LASK vor der letzten Runde des Grunddurchgangs. Das wären nach der Punktehalbierung nur noch drei Punkte Rückstand. Also ein Ausrutscher des LASK – und man wäre vor den Linzern. Aber man darf sich keine Niederlage am Sonntag gegen Sturm Graz erlauben. Dann würde, im Fall eines LASK-Sieges in Mattersburg, die Ausgangsposition in der Meisterrunde so ausschauen: LASK 27 Punkte, Salzburg 22 Punkte. Und Rapid könnte mit einem Sieg beim WAC sogar bis auf einen Punkt herankommen.

Länderspielpause

Im März gibt es noch zwei Runden in der Meisterrunde, dann folgt die Länderspielpause. Salzburg müsste sich daheim gegen Rapid und in Hartberg über die Runden retten, um sich in den zwei Wochen vor allem moralisch erfrischen zu können. Zudem fällt nun auch die Doppelbelastung weg – Out im Europacup, im Cup findet nur noch das Finale statt.

Selbstvertrauen 

Laut Trainer Jesse Marsch bringe man  derzeit  in den wichtigen Momenten nicht das Beste. „Im Training ist die Leistung ganz gut.“ In der Offensive fehlt nicht viel zur Bestleistung. 72 Liga-Tore wurden bisher erzielt,  in den drei Spielen im Jahr 2020 waren es sechs, immerhin zwei pro Partie. Davor waren es 66 in 18 Runden, also im Schnitt 3,6 geschossene Tore. Mit Haaland und Minamino haben im Winter 21 Tore die Salzburger verlassen.

Schwachstelle Abwehr

Derzeit können die Angreifer die defensiven Schwächen nicht kaschieren.  In den letzten fünf Spielen kassierten die Salzburger 14 Gegentore, das sind fast drei pro Spiel. Abgesehen vom Cup-3:0 Anfang Februar in Amstetten gab es das letzte Spiel ohne Gegentor am 10. November beim 3:0-Erfolg in Wolfsberg. 26 Gegentore in 21 Spielen – von den ersten sechs Klubs in der Meisterschaft hat nur Hartberg noch mehr Gegentore erhalten.

Schwarze Serie

Im Jahr 2020 wurde nur eines von sechs Pflichtspielen gewonnen – im Cup  beim 2.-Liga-Klub Amstetten. Danach gab es Niederlagen gegen den LASK, in Frankfurt und in Altach, gegen die Austria und gegen Frankfurt gab es jeweils ein Remis. Die Salzburger Nachrichten kramten zum Trost in der Geschichte der Salzburger Austria, die von 1956 bis 1957 14 Spiele nicht gewinnen konnte.

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