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Sport
04/15/2020

Auf die Tennisplätze, fertig, los: Die Ideen für die Rückkehr

800 Vereine und Experten haben Vorschläge, wie es ab 20. April für Profis und ab 1. Mai für Hobbyspieler weitergehen könnte.

von Harald Ottawa

Auch die Filzkugel rollt und fliegt bald wieder: Die Profis dürfen ab 20. April trainieren, für Hobbyspieler werden die Freiluftplätze ab 1. Mai wieder zur Verfügung stehen.

Sportminister Werner Kogler erwähnte am Mittwoch lobend Alexander Antonitsch. Der Ex-Profi hatte als Herausgeber der Internetplattform tennisnet.com schon große Vorarbeit geleistet. Diese initiierte bereits in der vergangenen Woche eine Umfrage, an der sich binnen weniger Tage 800 Vereine beteiligten. Kernpunkt: in welcher Form Hobbytennis stattfinden könnte. „Die hohe Teilnahme zeigte, dass sofortiger Handlungsbedarf besteht“, sagt Antonitsch, der auch Wissenschafter zu Rate zog.

Die Ideen: Auf das Doppel sollte vorerst verzichtet werden, beim Seitenwechsel müssen die Spieler auf der gegenüberliegenden Seite den Platz wechseln und die Sitzbänke weit genug voneinander entfernt aufgestellt werden. „Auf Umkleide- und Klubräume und Gastronomie soll verzichtet werden“, sagt Antonitsch, der auch selbst handeln will. „Wir wollen online kostenlose Platzreservierungen anbieten.“ Auch das Spiel mit einem Trainer ist möglich, „wenn nicht mehrere Spieler auf einer Seite stehen“. Die Bälle sollen markiert werden. „Obwohl laut Experten eine Ansteckungsgefahr nur dann gegeben ist, wenn beispielsweise Speichel auf dem Ball landet.“ Insgesamt waren es zehn Punkte, die Sportminister Kogler zugesandt wurden (siehe unten).

Der Österreichische Tennisverband (ÖTV) wird mit Spielern und Vereinen bezüglich einer Umsetzung sprechen. Mit dem Ministerium wird verhandelt, wann Turniere, Staatsmeisterschaften und Bundesliga stattfinden können.

Der 10-Punkte-Plan im Konkreten

  1. Einzel statt Doppel
  2. Physische Distanz beim Seitenwechsel und in der Pause einhalten
  3. Sitzbänke mit genügend Abstand positionieren
  4. Bälle im Zweifel markieren und die Berührung fremder Bälle mit der Hand vermeiden
  5. Respekt dem Spielpartner auch ohne Handshake erweisen
  6. Die Nutzung von Clubräumen und Duschen vorerst vermeiden
  7. Desinfektionsmittelspender in WC Anlagen und an zentralen Punkten der Anlage bereitstellen
  8. Pufferzonen der Spielzeiten für Risikogruppe einrichten
  9. Online Reservierung verwenden, um Aufenthalte auf der Anlage zu dokumentieren und Hot-Spot bei Belegungstafel zu vermeiden
  10. Trainingsbetrieb als Einzeltraining

 

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