Archivbild.

© APA/EXPA/ROLAND HACKL / EXPA/ROLAND HACKL

Sport
06/21/2019

Ruderin Magdalena Lobnig: Laufsieg fordert tote Ente

Lobnig erwischte beim Ruder-Weltcup in Posen in vollem Renntempo eine Wasserente: "Es war ein Schock."

Die Kärntnerin Magdalena Lobnig hat am Freitag beim Ruder-Weltcup in Poznan (Posen) im olympischen Einer mit einem Laufsieg souverän das Semifinale erreicht. In 7:33,80 Minuten kam die 28-Jährige auf die gesamt drittbeste Zeit des gesamten Feldes. Die Zwischenrunde in dieser Bootsklasse ist für Samstagmittag angesetzt. Lobnig gibt in Polen ihr Weltcup-Debüt in der Heim-WM-Saison.

Lobnig wurde kurz vor der 1.000-m-Marke aus dem Rhythmus gebracht, als sie eine Wasserente in vollem Renntempo mit dem Ruder erwischte. Für das Tier endete der Zwischenfall tödlich. "Ganz grauslich war das", sagte die tierliebende Lobnig. "Ich habe sie nicht gesehen und dann mit voller Wucht erwischt. Es war wirklich ein Schock. Sowas passiert echt selten und hat mir sehr leidgetan."

Schritt in richtige Richtung

Sportlich hofft die WM-Dritte des Vorjahres auf den nächsten Schritt. "Der heutige Vorlauf war trotz langsamer Bedingungen gut und ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung. Im Halbfinale wird es aber eine weitere Steigerung brauchen."

Lukas Reim im Männer-Einer als Lauf-Dritter und der Doppelzweier mit Julian Brabec/Jörg Auerbach als Vierte qualifizierten sich für das Viertelfinale. Vier weitere ÖRV-Boote müssen in Hoffnungsläufe. Es sind dies der Vierer ohne mit Gabriel Hohensasser, Maximilian Kohlmayr, Rudolph und Ferdinand Querfeld (Lauf-3.), Lukas Kreitmeier im LG-Einer (-5.) sowie Julian Schöberl/Matthias Taborsky im LG-Doppelzweier und Florian Walk/Mattijs Holler im Zweier ohne jeweils als Lauf-Sechste.

In Folge einer Erkrankung von Louisa Altenhuber wurde die mit Laura Arndorfer gebildete Besatzung im LG-Doppelzweier nicht an den Start geschickt. Walk wiederum wurde im Vierer ohne aufgrund nicht vollständiger Fitness von Ferdinand Querfeld ersetzt, trat deswegen stattdessen im Zweier ohne an. Einige der ÖRV-Boote waren in der ab 16.00 Uhr angesetzten zweiten Freitag-Session noch im Hoffnungslauf-oder Viertelfinal-Einsatz.