Sport
22.04.2017

Ex-Giro-Sieger Scarponi starb bei Trainingsunfall

Der 37-Jährige war nach dem Zusammenprall mit einem LKW auf der Stelle tot.

Der italienische Radprofi Michele Scarponi, der Sieger des Giro d'Italia 2011, ist am Samstag bei einem Trainingsunfall in Filottrano nahe der Adria-Stadt Ancona tödlich verunglückt. Der 37-Jährige wurde auf seiner Trainingsfahrt am frühen Morgen auf einer Kreuzung von einem Kleintransporter niedergestoßen und war auf der Stelle tot. Der Fahrer gab an, den Radfahrer nicht gesehen zu haben. Der Wagen wurde von der Polizei beschlagnahmt.

Die Trauer über den Tod des beliebten Italieners unter den Radsportlern ist groß. "Wir haben einen großartigen Champion und einen besonderen Typen verloren, der in jeder Situation gelächelt hat", schrieb der Astana-Rennstall nach dem plötzlichen Tod seines Fahrers.

Auch Vincenzo Nibali reagierte betroffen. "Ich begreife es nicht, mir fehlen die Worte, mein Freund", schrieb Nibali auf Twitter. Scarponi war einer seiner wichtigsten Helfer bei den Siegen in der Tour de France 2014 und im Giro 2016 gewesen. "Er war einer der nettesten Burschen", meinte Ex-Weltmeister Mark Cavendish.

Scarponi, der seit 2002 Radprofi war und sich als starker Bergfahrer einen Namen gemacht hatte, hinterlässt seine Frau und Zwillinge. In Italien wird es am Wochenende bei allen Radrennen zu Ehren Scarponis eine Trauerminute geben.

Der Astana-Fahrer hatte am vergangenen Montag die erste Etappe der Tour of the Alps bei der Innsbrucker Hungerburg gewonnen und das Rennen am Freitag in Trento als Gesamt-Vierter beendet. Scarponi wollte ab 5. Mai den Giro d'Italia als Chef seines Rennstalls bestreiten, bei dem er drei Etappen gewonnen hat. Im wichtigsten Rennen seines Heimatlandes war er 2011 nach der Disqualifikation von Alberto Contador (ESP) auf den ersten Gesamtrang vorgerückt.